So wird es nach den voll vierspurigen Ausbauplänen der Variante 7 auf der Königsbrücker Straße bald sein. Der heutige Baum befindet sich in der Mitte der Straße. Fußgänger, Kinder auf ihren Rädern, Kinderwagen, Rollstühle, Anlieferer ... alles drängt sich auf extrem schmalen Fußwegen um Auslagen, Café-Stühle, DVB-Masten, Wartehäuschen. Die Zahl Autoparkplätze wird mehr als halbiert.

Helft mit, das zu verhindern!

Königsbrücker muss leben!
Entscheidung im Stadtrat!
22.06.2016 22:00:38

Am Donnerstag, 23. Juni, wird der Stadtrat abschließend über die Entwicklung der Königsbrücker Straße entscheiden.

Die durchgehend vierspurige Variante 7 wird von CDU, FDP und wahrscheinlich auch AfD unterstützt. Diese drei Fraktionen haben aber keine Mehrheit im Stadtrat.

Die Mischvariante 8.7 (recht schmal im Kern, vierspurig (eigenes Gleisbett) ab Paulstraße nach Norden und Katharinenstraße nach süden) wird von Grünen, SPD und DieLinke unterstützt. Die Piraten, als Teil der Kooperation, werden diese Variante zumindest bei der Endabstimmung nicht behindern. Diese Variante hat also eine Mehrheit.

War's das jetzt? ... Nein, noch nicht ganz. Die Piraten werden einen Antrag zur schlanken Variante 8.4 einreichen, welcher vor der finalen Entscheidung zur v8.7 abgestimmt wird. Zumindest hat DieLinke das Stimmverhalten ihrer Mitglieder für diese Variante freigegeben. Wie es aber aussieht, braucht die v8.4 etwas mehr als Glück - eher schon ein kleines Wunder - um gegen so gut wie den ganzen restlichen Stadtrat noch etwas ausrichten zu können.

Aber Wunder gibt es im Stadtrat immer wieder - hoffen wir also noch ...

Die Sitzung beginnt um 16:00 Uhr im Rathaus (Dr. Külz-Ring). Die Sitzung ist öffentlich und wird auch im Stream der Stadt übertragen.

Hier noch zwei Fotosammlungen (pdf) von Mittwoch, 22.06.2016. Tolle Bäume und so gut wie keine Autos!
Fotoalbum (groß, 88M), Fotoalbum (klein, 8,4M)

Rettet den Stadtraum (reloaded)
13.06.2016 23:04:28

Banner zeigt die Dimensionen der Variaten Richtung Albertplatz

Heute haben wir die Straßenquerschnitte der drei zur Auswahl stehenden Varianten in Richtung Albertplatz in der Realität dargestellt. Dies sind die Ergebnisse:


Variante 7

koeniquerschnitt_v7 (Urheber:``Universalist'', zur Veröffentlichung freigegeben)

Die durchgehend vierspurige Variante 7 schlägt eine breite Schneise durch die ganze Neustadt. Sie erzeugt einen lebensfeindlichen Raum, der Radfahrer an den Rand einer Asphaltwüste drängt und den Fußgängern kaum Platz läßt. So wird sich die Königsbrücker nie entwickeln können. Bäume wird nur noch ganz kleine geben. Diese Variante wird momentan offiziell von CDU/FDP favorisiert.


Variante 8.7

koeniquerschnitt_v7 (Urheber:``Universalist'', zur Veröffentlichung freigegeben)

Die auf 2/3 der Strecke vierspurige Variante 8.7 weist ebenfalls quasi den gleichen Querschnitt von der Katharinenstraße bis zum Albertplatz auf. Ade alle Vorgärten auf der östlichen Seite (links) - willkommen eigenes Gleisbett: maximal nicht barrierefrei für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen, Radfahrer und Rollatoren. Und auch die Autos können das Gleis nicht befahren, nicht wenden, nich links in/aus Einfahrten fahren. Einfach ein störender Fremdkörper, der keinerlei Entwicklungsperspektive für den Straßenzug übrig lässt. Diese Variante wird momentan von SPD und Grünen unterstützt.


Variante 8.4

koeniquerschnitt_v7 (Urheber:``Universalist'', zur Veröffentlichung freigegeben)

Die durchgehend zweispurige Sanierung (fast) im Bestand. Die Randzonen haben Entwicklungspotential, die Radfahrer z.T. ziemlich breite Radwege, Autos und Bahn fahren wie heute hintereinander - in Richtung Norden nicht langsamer als heute, in Richtung Albertplatz Dank der modernen Ampeln sogar deutlich zügiger als heute. Und alles passt (fast) in den heutigen Straßenquerschnitt. Diese Variante wird momentan offiziell von ... ADFC (das ADFC Lastenrad war heute auch da!), BUND, Dresdens Erben e.V., Entwicklungsforum Dresden e.V., Fuss e. V., Grüne Liga Dresden/Oberes Elbtal e.V., Initiative Plauen e.V., Lokale Agenda 21 für Dresden e.V., Seniorenbeirat der Stadt Dresden, VCD Verkehrsclub Deutschland e.V. favorisiert.

Wir finden, da muss man nicht lange überlegen: Variante 8.4 - die wollen wir!

ps: Bei "klick" auf die Bilder erscheint die volle Auflösung.

Urheber Bilder: "Universalist" (zur Veröffentlichung bei Namensnennung freigegeben)

Woche der Königsbrücker
12.06.2016 18:40:51

Diese Woche kann für die Königsbrücker entscheidend sein. Noch ist es nicht zu spät für eine durchgehend schöne und als Stadtraum funktionierende Königsbrücker. Der Stadtrat will am 23. Juni entscheiden - bis dahin muss sich der Wind auf Variante 8.4 drehen.

Den Auftakt machen wir am Montag (13. Juni) um 17:00 Uhr auf Höhe Katharinenstraße. Hier werden wir eine kurze Mahnwache abhalten und dabei unser Banner wieder über die Königsbrücker spannen. Diesmal stellen wir den Straßenraum aller drei Varianten für den südlichen Abschnitt bis zum Albertplatz dar. Kommt vorbei!

Weiter geht es am Dienstag um 19:00 Uhr im "Haus der Begegnung" (Großenhainer Straße 93). Hier findet eine öffentliche Expertenanhörung der Fraktion DieLinke statt. Es wird auch Raum für Fragen und Kommentare geben. Eine bessere Möglichkeit für Variante 8.4 einzustehen und den Stadträten Informationen mit auf den Weg zu geben, kann man sich kaum vorstellen.
Hier geht's zum FB-Event der Veranstaltung

Am Mittwoch ab 17:30 Uhr tagt der Ortsbeirat Neustadt. Auch diese Sitzung ist öffentlich und die Diskussion wird sicher spannend werden.

Und schließlich haben wir am Freitag ab 17:00 Uhr (an der Schauburg) unsere letzte Machwache vor der Stadtratsentscheidung. Kommt vorbei und diskutiert mit, wie wir noch mehr Leben und noch weniger Autos auf der Königsbrücker bekommen können.

Rettet den Stadtraum - wie schön könnte diese Baumallee sein!
02.06.2016 00:50:03

Bilder sagen oft mehr als 1000 Worte - daher haben wir mal die Straßenquerschnitte der drei zur Auswahl stehenden Varianten auf der Königsbrücker (nördlich Bischofsweg) in der Realität dargestellt. Dies sind die Ergebnisse:


Variante 7

koeniquerschnitt_v7 (Urheber:``Universalist'', zur Veröffentlichung freigegeben)

Die durchgehend vierspurige Variante 7 rasiert für immer die historische Baumallee. Sie erzeugt einen lebensfeindlichen Raum, der Radfahrer an den Rand einer Betonwüste drängt und den Fußgängern kaum Platz läßt. Bäume wird es nur noch ganz kleine geben! Diese Variante wird momentan offiziell von CDU/FDP favorisiert.


Variante 8.7

koeniquerschnitt_v7 (Urheber:``Universalist'', zur Veröffentlichung freigegeben)

Die auf 2/3 der Strecke vierspurige Variante 8.7 weist ebenfalls quasi den gleichen Querschnitt bis zur Stauffenbergallee auf. Ade Baumallee - willkommen eigenes Gleisbett: maximal nicht barrierefrei für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen, Radfahrer und Rollatoren. Und auch die Autos können das Gleis nicht befahren, nicht wenden, nich links in/aus Einfahrten fahren. Einfach ein störender Fremdkörper, der keinerlei Entwicklungsperspektive für den Straßenzug übrig lässt. Diese Variante wird momentan offiziell von den Stadträten Johannes Lichdi (Grüne) und Tilo Wirtz (Linke) favorisiert.


Variante 8.4

koeniquerschnitt_v7 (Urheber:``Universalist'', zur Veröffentlichung freigegeben)

Die durchgehend zweispurige Sanierung (fast) im Bestand. Die jetzigen Bäume müssen wohl leider fallen, aber die Baumallee kann mit solch schönen, und großen Bäumen wieder aufgeforstet werden. Die Radfahrer fahren dann in der Mitte der Allee den Anstieg hinauf, bergab haben sie einen breiten Radweg. Autos und Bahn fahren wie heute hintereinander - bergauf nicht langsamer als heute (sogar auf einer überbreiten Fahrbahn), bergab Dank der modernen Ampeln sogar deutlich zügiger als heute. Und alles passt in den heutigen Straßenquerschnitt. Diese Variante wird momentan offiziell von ... ADFC, BUND, Dresdens Erben e.V., Entwicklungsforum Dresden e.V., Fuss e. V., Grüne Liga Dresden/Oberes Elbtal e.V., Initiative Plauen e.V., Lokale Agenda 21 für Dresden e.V., Seniorenbeirat der Stadt Dresden, VCD Verkehrsclub Deutschland e.V. favorisiert.

Wir finden, da muss man nicht lange überlegen: Variante 8.4 - die wollen wir!

Urheber Bilder: "Universalist" (zur Veröffentlichung bei Namensnennung freigegeben)

Sehr schade: Verkehrspolitische Sprecher positionieren sich für v8.7
30.05.2016 22:06:32

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz haben sich heute die verkehrspolitischen Sprecher der Grünen (Johannes Lichdi) und der Linken (Tilo Wirtz) klar für die Variante 8.7 ausgesprochen. Diese Variante ist zwar zwischen Bischofsweg und Louisenstraße nur wenig breiter (von Bord zu Bord) als heute und ermöglicht sehr interessante, städtebauliche Entwicklungspotentiale - sie weist aber ab Bischofsweg in Richtung Stauffenbergallee und von Louisenstraße bis zum Albertplatz einen sehr breiten Straßenraum mit z.T. eigenen Gleisbetten für die Straßenbahn auf.

Beide Sprecher betonten, dass ihre Meinung noch nicht mit den jeweiligen Fraktionen abgesprochen ist, ... aber eine gewisse Tendenz zeigt diese deutliche Positionierung natürlich schon auf.
Wir favorisieren jedoch natürlich weiterhin vehement die auf der ganzen Strecke schlanke Variante 8.4. Daher wollen wir uns im Folgenden eingehend mit den auf der Pressekonferenz gefallenen Aussagen beschäftigen:

  • "Die Königsbrücker Straße sei einerseits eine Hauptverkehrsstraße für Straßenbahn und Autos, andererseits ein Stadtteilzentrum"

    Dies ist ein uraltes CDU/FDP Argument, was die (Überge-)Wichtigkeit der Auto- und Bahnverkehrs a priori definieren soll. Die Königsbrücker ist aber laut der Baurichtlinie (RASt06) eine "Hauptgeschäftsstraße", d.h. die städtebaulichen Aspekte und das Funktionieren als zusammenhängender Stadtraum sollen hier Priorität haben. Insbesondere der Fuß- und Radverkehr soll gestärkt werden. Hier ist z.B. das Queren der Straße auch abseits der Ampeln ein wichtiges Kriterium. Das geht am besten bei der schlanken v8.4.

  • "Bei den 8er Varianten stehen ca. 6m Gehwege mehr zur Verfügung! Südlich und nördlich haben die Verkehrsbedürfnisse vor allem für die Straßenbahn mit einem eigenen Gleisbett Vorrang."

    ... nein ..., verglichen mit heute stehen bei beiden 8er Varianten im Kernbereich 2.5m weniger für den Fußweg zur Verfügung. Daher bezeichnen wir ja auch die v8.4 als "Kompromiss" zwischen Verkehr und Stadtraum. Und das eigene Gleisbett verringert den Seitenraum um ca. 7m. Dafür hat man dann für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen gefährliche und fast unüberwindliche Trennschneisen geschaffen (min. 8cm Kante). Sowas ist im urbanen Zentrum nicht nur nicht wünschenswert, sondern kontraproduktiv.

  • "Die Variante 8.7 bietet allen etwas und verlangt allen Zugeständnisse ab"

    Hier liegt wahrscheinlich der Unterschied - wir wollen das urbanen Zentrum zwischen Neustadt und Hechtviertel tatsächlich im Wesentlichen als funktionierenden Stadtraum - mit Leben und Aufenthaltsqualität und einer groß wachsenden Baumallee. Und ja, im urbanen Zentrum soll es stetigen, aber langsamen Verkehr geben! Und ja, dies bedeutet einen echten Pradigmenwechsel in der Verkehrs- und Stadtplanung und kein leicht verkleinertes "weiter so"! Und ja, wir werden für diese Aussagen Prügel einstecken - aber es ist notwendig dies in unserer wachsenden Stadt zu sagen, damit wir wirklich eine Verkehrswende bis 2030 hinbekommen.

Johannes Lichdi und Tilo Wirtz wollen also jetzt offiziell ca. 2/3 der Königsbrücker mit einer 17,50m breiten Schneise durchziehen. Und das alles für nur 50s Zeitersparnis und nur zur Rush-Hour und nur in Richtung Albertplatz (in Richtung Stauffenbergallee ist der heutige Bestand schneller als jegliche Ausbau-/Sanierungsvariante). Wir bezweifeln, dass sie sich damit einen Gefallen tun.

Wir gehen unseren Weg weiter, wenn viele mithelfen, dann wird es auch funktionieren.


Ältere Artikel gibt es in unserem Archiv