| Albertpl. | Post | Ostpol | Eschenstr. | Schauburg | DVB Schauburg |
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Im Baseball darf man dreimal danebenhauen, dann ist man draußen. Bei uns als Bürgerinitiative fängt es bei drei erst an, erst dann ist man im Spiel: nach Bürgerfraktion und den Piraten ... nun sind auch die Grünen für eine wirklich stadtteilverträgliche Sanierung der Königsbrücker "weitestgehend im Bestand". Super, wir freuen uns!
Wie bei den Neustadtgrünen zu lesen, haben die Grünen ihre Position modifiziert. Margit Haase, verkehrspolitische Sprecherin: "Diese schmalere Variante ist stadtteilverträglich und spart Stadt und Land Geld. Im Angesicht der vielen notwendigen Investitionen bei den Schulen können die Straßen nur noch so breit wie unbedingt notwendig ausgebaut werden."
Das ist doch Musik in unseren Ohren! Und wir sagen es ja schon seit fast einem Jahr: die verkehrspolitische Logik muss obsiegen (und nicht das politische Ränkespiel).
Nun hoffen wir auf zusätzlichen Wind an unserem Freitagsstand (immer Schauburg, ab 17:00 Uhr). Und zu dritt kriegen wir bestimmt auch wieder eine der Demos hin. Es wird Sommer, gut um seine Überzeugung zu zeigen, gut um endlich die Weichen richtig zu stellen.
Gemeinsam schaffen wir es hoffentlich noch Strike 4,5,6 und 7 zu erreichen. Wir halten als Bürgerinitiative die Arme weit auf für die Linke und die SPD, und ja, auch für die CDU und die FDP (auch ihr wollt doch eigentlich auch das Geld lieber für Kitas und Schulen als für sinnfreie Stadtautobahnen ausgeben, oder? Fragt mal eure Bürgermeister.). Es muss gelingen, eine breite Mehrheit im Stadtrat für die Logik und gegen das Ränkespiel zu bekommen. Bitte helft alle mit!
Apropos Ränkespiele: Mit "weitestgehend im Bestand" haben alle und keine der Parteien gewonnen. Es ist eine neue Idee, mit der jeder sein Gesicht wahren kann. Es ist das einzig sinnvolle, denn es ist schnell (keine Klagen), kostengünstig (schmaler, u.A.keine Zahlungen für Enteignungen) und entspricht der Baurichtlinien (RASt06, ESG2011). Und landes-förderfähig ist es sogar auch noch. Was will man denn mehr?!
Im Rahmen des sogenannten "Aktionsbündnis Königsbrücker Straße" (einem Zusammenschluss von Einzelpersonen von den Grünen, den Piraten, Gewerbetreibenden, Anliegern, dem ADFC, dem Gewerbe- und Kulturverein e.V., dem Fahrgastverband Dresden e.V. sowie uns als Bürgerinitiative "Königsbrücker muss leben!" wurde eine Anfrage zum "Stand der Dinge" bei der Königsbrücker gestellt, welche heute ins Rathaus gebracht worden ist.
Es ist nämlich so, dass die Stadt zwei Varianten laut Stadtratsbeschluss vom 29.09.2011 zu planen hat. Einmal irrsinnig breit ("Variante5", das vorher-nachher Bild oben) - und einmal ziemlich schmal ("weitestgehend im Bestand"). Bei letzterem hat sich die Stadtplanung explizit an die heute gültigen Baurichtlinien zu halten.
Leider wird die Diskussion über die Königsbrücker immer nur auf die Variante5 reduziert. Von der kleiner Schwester redet normalerweise außer uns niemand. Aber vor allem weiß niemand (nicht die Presse, nicht der Stadtrat, nicht wir) irgendwelche Details aus den derzeit laufenden Planungen.
Dabei wäre es ausgesprochen wichtig, gerade jetzt die Meinungen der Bürger, der Gewerbetreibenden, der Anwohner und insbesondere der externen Experten (z.B. Prof. Ahrens, TU Dresden) einzuholen, damit insbesondere ein Scheitern des Planfeststellungsverfahrens oder eine jahrelange Verzögerung durch eine Klage nicht die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten verzögert.
Wir sind mal sehr gespannt, wann und mit welchem Ergebnis uns geantwortet wird. Wir stehen für Gespräche gerne zur Verfügung und haben daher auch in unserer Anfrage Frau Orosz herzlich zu unserem Freitagsstand eingeladen.
Auf der letzten Ortsbeiratssitzung in der Neustadt ist historisches passiert. Eine Anfrage zum "Stand der Dinge" bei der Umsetzung der bereits vom Stadtrat beschlossenen Geschwindigkeitsreduzierung auf der Königsbrücker wurde vom Ortsbeirat mit folgendem Begleittext versehen:
"Der Neustädter Ortsbeirat unterstützt die Bemühungen der Stadt, die im Luftreinhalteplan 2011 bereits vom Stadtrat beschlossenen Maßnahmen M48-M51 [Tempo-30] zur sofortigen Emissions- und Lärmreduktion schnellstmöglich umzusetzen."
Historisch ist dieser Satz, da er fast einstimmig (12-1) beschlossen worden ist. D.h. nicht nur die Ortsbeiräte von Links, Grün, SPD und Bürgerbündnis, sondern auch alle Vertreter von Freie Bürger und CDU stimmten dafür!
Ob man nun Tempo 30 mag oder nicht, es ist (neben einer Pförtnerampel) die einzige Maßnahme, welche sofort eine Emissionsreduktion bringt. Und ein Blick auf die aktuelle Belastung ( Luftreinhalteplan, s.S. 9) zeigt, dass gerade auf der Königsbrücker die Belastung die Grenzwerte massiv übersteigt. Hier muss schnell was geschehen! Schön, dass immerhin der Neustädter Ortsbeirat das mit großer Mehrheit auch so sieht.
Nach Luftreinhalteplan soll die Tempo 30 Maßnahme übrigens dann nach einer Sanierung wieder aufgehoben werden (können). Dann ist Asphalt auf der Straße und das reduziert den Feinstaub um ca. 30% (weniger Verwirbelung aus den Lücken im Kopfsteinpflaster). D.h. alle Gegner von Tempo 30 sollten an einer wirklich schnellen Sanierung interessiert sein. Und dies ist nicht die über-überbreite vierspur "Variante 5", sondern eine schnelle und zügige Sanierung weitestgehend im Bestand.
Hoffen wir, dass das Votum des Neustädter Ortsbeirats auch von der Verwaltung, dem zuständigen Bürgermeister Hilbert, der Landesdirektion und dem Stadtrat gehört wird.
Die Königsbrücker Straße erinnert mit ihren breiten Trottoires an berühmte Pariser Boulevards, wie z.B. den Boulevard Saint Michel oder den Boulevard Haussmann. Auch die Schönheit vieler Fassaden kann mit Haussmannscher Architektur konkurieren. Die Königsbrücker könnte, wie die Pariser Boulevards Verkehrsader und touristisch attraktive Flaniermeile zugleich sein, wenn man ihr Flair nutzen würde, anstatt durch Überlegungen über einen vierspurigen Ausbau jede interessante Perspektive zu blockieren.
Richaâârd
Maler, Grafiker, Aktionskünstler
Ja, wo kommen sie denn her, die politischen Positionen der Parteien? Na klar, von den Parteimitgliedern!? Ach so? Dann hat also die CDU ihre Mitglieder befragt, ob sie eine 18-23 Meter breite Königsbrücker wollen. Nein, hat sie nicht. Die CDU hat sogar gegen den erklärten Willen ihrer Neustädter Ortsbeiräte die sogenannte Variante 5 einstimmig im Stadtrat beschlossen! Und dieses Abstimmungsergebnis wurde in Hinterzimmern festgelegt.
Aber die Grünen sind doch basisdemokratisch, oder? Nein, auch die Grünen (und SPD/Linke) haben nie ihre Basis gefragt, wie denn die Königsbrücker zu sanieren sei. So weiß bis heute fast niemand, dass in der von Grün/SPD/Links unterstützten Hilbert-Variante z.B. alle (!) Bäume nördlich der Paulstraße (Bischofsweg) gefällt worden wären und alle (!) Parkplätze verschwunden wären. Und auch diese Haltung wurde in einem Hinterzimmer festgelegt (Maßgeblich bei einem Treffen der Fraktionsvorsitzenden/Verkehrs"experten" mit Bürgermeister Hilbert im Juni 2011).
Die Piraten gehen da einen anderen Weg. Sie haben bislang noch keine klare Position zur Königsbrücker - können sie auch nicht, da sie noch nicht ihre Mitglieder gefragt haben. Dies wird sich aber am kommenden Sonntag ändern, denn da halten die Piraten einen "programmatischen Parteitag" ab, in dem sie einige Grundsatzpositionen zur Stadtpolitik beraten und abstimmen wollen.
Im Sinne der Transparenz sind zu diesem Parteitag (15.04.2012, 10-20 Uhr, Stadtteilhaus, Raum Anton, Prießnitzstraße 18, 01099 Dresden) auch Nicht-Piraten als Gäste zugelassen. Einige von "Königsbrücker muss leben!" werden dieses Angebot gerne annehmen. Zur Vorbereitung auf die Diskussion sind die eingereichten Anträge für jedermann im Netz einsehbar.
Bezüglich der Königsbrücker gibt es zwei Anträge (Antrag 1, Antrag 13) zur generellen Ausrichtung der zukünftigen Verkehrspolitik. Beide gehen von den Grundsätzen "Verkehr aktiv gestalten - nicht lediglich nur verwalten" sowie "Ausbau städtebaulicher Qualität - keine Betonwüsten schaffen" aus.
Wir sind gespannt, wo die Reise der Piraten hingeht. Die Richtung aber scheint bis jezt zu stimmen. Mögen die anderen Parteien sich von dieser Art gelebter Transparenz eine Scheibe abschneiden! Schon das wäre ein Riesenerfolg für Dresden ... und für die Königsbrücker.
... nichts und doch sehr viel. Der Park in Pillnitz soll nämlich nun bald auf Wunsch der (Landes-) CDU/FDP Eintritt kosten und nicht mehr frei zugänglich sein.
Dies bedeutet, das Land regiert in ureigenste Belange der Dresdner Stadt hinein! Seit Jahrhunderten war der Park öffentlich zugänglich. Kein Diktator, keine Weltwirtschaftskrise, niemand hat je sich getraut diesen freien Zugang zu beschränken. Nun aber doch. Dies zeigt die Arroganz und Bürgerferne der regierenden Parteien. Auch bei der Königsbrücker Straße kommen die Pläne eigentlich und in Wirklichkeit von unserer Landesregierung. Ein vierspuriger Betonwüsten-Ausbau ist das Steckenpferd von CDU und FDP, denn sie wollen um jeden Preis "gewinnen". Denn: fällt die Königsbrücker, dann fallen vielleicht auch die anderen Autolobbypläne an anderer Stelle. Und das Pech der Königsbrücker ist nun mal, dass sie in der Landeshauptstadt liegt. Hier muss Herr Morlok (FDP, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr) natürlich um jeden Preis ein Exempel statuieren.
Und natürlich ist der Schlosspark Pillnitz auch ein "Verkehrsraum". Der Park liegt im Herzen eines Ortsteils (so wie die Königsbrücker) und unstreitig führt der Elbradweg durch ihn hindurch. Nach den Plänen der Landesregierung wird nicht nur Eintritt erhoben werden (ab 2. April), sondern auch acht der 10 Eingänge geschlossen. Dies ist ein erheblicher Eingriff in die Mobilität der Fußgänger und Radfahrer (die dann alle entlang der Straße um den Park herum müssen). Hier werden Fuß- und Radverkehr nicht nur nicht gefördert, sondern aktiv behindert! Dies ist so ziemlich auch genau das, was für die Königsbrücker geplant ist.
Beide Problematiken sind deshalb in ihrem Kern recht ähnlich.
Daher ruft "Königsbrücker muss leben!" diesmal nicht nur dazu auf, uns wieder am Freitag um 17 Uhr an der Schauburg zu besuchen, sondern auch am Sonntag um 15 Uhr auf dem Parkplatz des Schlossparks Pillnitz dabei zu sein, um bei einem Mahn-Demo-Spaziergang Protest gegen bürgerfeindliche Politik auszudrücken.
Wenn nichts passiert, ist dies der letzte freie Sonntag in Pillnitz! Königsbrücker und Pillnitz müssen leben!
Sehr erfreut sind wir, dass das Thema nachhaltige Verkehrs- und Stadtentwicklung in diesem Monat eine ganze Seite in dem bekannten Stadtmagazin Frizz füllt, und zwar eine ganze Seite über unsere Bürgerinitiative, die Menschen dahinter, die Ziele und den Hintergrund.
Das mit dem Artikel abgedruckte eindrucksvolle Bild (s.u.) zeigt die Dimensionen der geplanten Stadtautobahn an der Kreuzung Königsbrücker-Ecke-Louisen/Lößnitzstraße. Rechts ist die Bäckerei Rissmann, links verbreitert sich der Straßenzug von heute ca. 10 Meter auf dann ca. 23 Meter! Das weiße Viereck in der Mitte ist übrigens ein Werbeschild, der schwarze LKW dahinter PARKT!
Die Uhr, die Parkplätze, die breiten Gehwege vor der Post und an der DVB-Haltestelle, die Bäume, ... alles weg. Dafür aber wird das Linksabbiegen am Bischofsweg (Schauburg) verboten und die Autos sollen hier in die Lößnitzstraße umgeleitet werden (um dann über den Dammweg und die Friedensstraße zu fahren!).
Der Gehweg links an der Bahnhaltestelle wird z.T. nur 2,77 Meter breit. Kein Wartehäuschen und kein Platz für Fahrräder ist dort vorgesehen.
Wer plant sowas? Wer kann so etwas ernsthaft wollen? Bitte helft mit, diese Variante zu verhindern und dafür zu kämpfen, dass die Königsbrücker schnell und wirklich stadtteilverträglich saniert wird.
... Klickt auf den Artikel für eine pdf-Datei (3.8 Mb) ...
Seit Jahren sind die Feinstaub- und Stickoxidbelastungen lokal an der Königsbrücker weit über den Grenzwerten. Wie heute die Sächsische Zeitung berichtet, plant die Stadt daher die zügige Einführung einer Tempo 30 Regelung auf der gesamten Königsbrücker Straße zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee.
Geschwindigkeitsreduktionen können die Schadstoffbelastung reduzieren. Da die Durchschnittsgeschwindigkeit für Autos aber auf der Königsbrücker bei ca. 20 km/h liegt, wird Tempo 30 faktisch keinen großen Beitrag zur Emissionssenkung haben können. Es geht aber in die richtige Richtung.
Tempo 30 auf der Königsbrücker ist dennoch ein Meilenstein und fast schon ein historisches Ereignis! Denn, seit zwei Jahrzehnten wird die Möglichkeit einer Geschwindigkeitsreduktion auf der Königsbrücker mit dem plumpen Argument "das ist eine Bundesstraße, das geht nicht" vom Tisch gewischt. Mit dieser Entscheidung ist ein ganz erheblicher Pflock in die Auto- und Baulobby geschlagen. Sie sind eines ihrer Hauptargumente beraubt. Die FDP dreht sich wahrscheinlich jetzt in ihrem eigenen Grabe um.
Auch Grüne, SPD und Linke nahmen dieses "geht nicht" schon immer zum Anlass, ihre eigenen überbreiten Ausbauvarianten zu verteidigen. Wenn Tempo 30 kommt, ist auch das Geschichte!
Fakt ist: mit Tempo 30 lassen sich nach den gültigen Baurichtlinien sofort ganz andere und einfachere Fahrbeziehungen von Auto, Bahn, Fahrrad und Fußverkehr realisieren. Man muss viel weniger trennen, man kann viel platzschonender bauen.
Wir von "Königsbrücker muss leben!" fordern: Wenn das Argument Feinstaub Tempo 30 heute erlaubt, dann auch morgen! Dann gibt es aber gar keinen Grund mehr, die Straße von heute 10 auf in Teilen 23 Meter zu verbreitern!
Der Dresdner Stadtrat hat gestern mit einfacher Mehrheit die Durchführung eines Bürgerentscheids über den Ausbau der Königsbrücker Straße abgelehnt. In der Debatte kritisierten CDU/FDP halbwegs zurecht, dass Bürgerentscheide eigentlich über die Sammlung von 25.000 Unterschriften initiiert werden sollten, und nicht mal so eben im Stadtrat zu beschließen seien. SPD und Grüne warben mit viel Herzblut für das Bürgerbegehren - ohne allerdings eine vernünftige Alternative vorzustellen. Denn: wenn Variante 5 (vierspurig, 18-23 Meter über-überbreit) gekippt werden würde, was dann? Die von diesen Fraktionen bislang vertretenen überbreiten Varianten (V4/V6) sind nämlich ebenfalls 17-21 Meter breit, zerstören ebenfalls die Vorgärten und fällen ebenfalls fast alle Bäume. Die Linke verfehlte das Thema und sprach über Krankenhäuser.
Was wie immer fast gänzlich unterging, ist, dass es momentan auch alternative Planungen für eine wirklich stadtteilverträgliche und nicht-überbreite Königsbrücker mit breiten Randzonen für Fußgänger, radfahrende Kinder, Gastronomie, Einzelhandel, parkende Autos und Fahrräder, Bäume ... erstellt werden. Dies ist endlich eine akzeptable Alternative (kostengünstig, schnell zu bauen, wenig Bürgerprotest, nachhaltig und ökologisch) auf die man setzen muss!
Und da ein Bürgerentscheid sich auch gegen diese Planungen (zumindest mittelbar) gewandt hätte, begrüßt "Königsbrücker muss leben!", dass der Bürgerentscheid nicht so wie gestern von den Einreichern geplant gekommen ist.
Heute (20.01.2012) informieren wir wieder im Rahmen unserer wöchentlichen Infomahnwache ab 17 Uhr an der Schauburg. Diskussion willkommen!
Etwas lange musste man rätseln, wie denn die genaue Frage bei dem von den Linken, den Grünen und der SPD geplanten Bürgerentscheid zum Ausbau der Königsbrücker Straße lauten würde. Nun ist bekannt: "Sind Sie für die Aufhebung des am 29.09.2011 gefassten Stadtratsbeschlusses (V1152-SR32-11), der den vierspurigen Ausbau der Königsbrücker Straße zwischen Stauffenbergallee und Albertplatz vorsieht?". Da hatten wir ja gar nicht so schlecht geraten (s.u.).
Die Planungen zu einem Ausbau "weitestgehend im Bestand" sind durch ein Pro oder Contra des Stadtrats zum Bürgerentscheid nicht direkt betroffen. Erste Ergebnisse dazu werden laut Aussage der Stadtverwaltung für April erwartet.
Morgen, am Freitag, den 13.01.2011 sind wir wieder ab 17 Uhr an der Schauburg mit unserem Info-Mahnwachenstand. Hier gibt es wieder Gelegenheit sich zu informieren und zu diskutieren.
Die Philosophie der Straßenplanung hat sich in den letzten Jahren deutschlandweit fundamental geändert. In Dresden freilich kann man dies bislang nur auf Nebenstraßen feststellen. Bei Haupt- und Geschäftsstraßen gilt augenscheinlich immer noch der längst veraltete Grundsatz von "größer, breiter, mehr Asphalt". Dabei ist bei den Baurichtlinien schon seit länger Zeit ein Umdenken zu erkennen. So spricht schon die "Richtlinie zur Anlage von Stadtstraßen" (RASt06) von der Wichtigkeit, die urbane Identität gleichberechtigt zu den verkehrlichen Belangen bei der Planung zu berücksichtigen.
Die neueste Ausgabe der "Empfehlung zur Straßenraumgestaltung innerhalb bebauter Gebiete" (ESG2011) geht noch einen deutlichen Schritt weiter (Co-Autor ist der Dresdner TU-Verkehrsexperte Prof. G.-A. Ahrens):
"Straßen- und Platzräume dienen nicht allein den unterschiedlichen Verkehrsbedürfnissen, sondern prägen als wichtige öffentliche Räume die Eigenart und das Erlebnis der
räumlichen Umwelt. Sie tragen damit zur Identifikation der Bürger mit ihrem
Gemeinwesen bei. Zugleich sind sie Orte für alltägliche Verrichtungen wie
Einkäufe und Schulwege und wichtige soziale Räume der Bewegung und
der Begegnung. In ihnen verbinden sich jeweils unterschiedliche Ansprüche und Erwartungen an die
Funktion und Gestalt öffentlicher Räume, denen im Straßenraumentwurf Rechnung
zu tragen ist. Der Entwurf von Straßen- und Platzräumen ist daher eine Aufgabe, die sowohl
verkehrsplanerischen als auch städtebaulichen und freiraumplanerischen
Zielsetzungen verpflichtet ist." (ESG2011, S. 5)
Hier steht kein Konjunktiv: ... verpflichtet ist und nicht "ohh, wenn wir mal Lust hätten, dann könnte man auch mal über die städtebaulichen Aspekte sprechen. Bei der Königsbrücker haben wir jetzt aber mal keine Lust!".
Die Königsbrücker ist eine urbane Hauptgeschäftsstraße: Einkaufen, Wohnen, Arbeiten, Parken, Radfahren, Kinderwagen schieben, im Altenheim wohnen, Anliefern, im Cafe sitzen, Flanieren, ...
Und da es leider auch weiterhin starke Bestrebungen gibt, auf der Königsbrücker den wichtigen urbanen Stadtraum für nicht-barrierefreie eigene Gleisbetten der Bahn neben überbreiten Kfz-Fahrspuren zu verschenken, hier die Ausführung der ESG2011 dazu:
"Zur gestalterischen Integration in urbane Straßenräume ist eine
fahrbahnbündige Führung der Gleise zusammen mit dem Kraftfahrzeugverkehr
meist am besten geeignet. Die Gleiszonen sollten in diesem Fall in dem
gleichen Material ausgeführt werden, dass auch für andere Teile
der Fahrbahn verwendet wird, in der Regel also in die Asphaltdecke
eingebunden werden. Die Beschleunigung der Nahverkehrsfahrzeuge
kann unter Umständen durch eine dynamische Staßenraumfreigabe
(Straßenbahn als Pulkführer) sichergestellt werden.
Besondere Bahnkörper steigern die Attraktivität des ÖPNV.
Sie können aber nur bei ausreichender Flächenverfügbarkeit ausgebildet werden." (ESG2011, S. 75)
Auf der Königsbrücker ist an den meisten Stellen einfach kein Platz - wenn man denn nicht unter anderem alle Bäume fällen und alle Vorgärten vernichten will.
Normale Menschen tauschen Argumente aus, diskutieren und kommen dann zu einem Ergebnis. In der Politik ist es wohl anders, und die Diskussion um die Königsbrücker Straße ist leider ein sehr gutes Beispiel dafür.
Eines beliebtes Argument der Politiker gegen eine Neuplanung der Sanierung der Königsbrücker gemäß den heute geltenden Bau-Richtlinien und -Empfehlungen (also z.B. eine Sanierung "weitestgehend im Bestand") ist, man könne doch nicht "wieder beim Urschleim anfangen";"ein solches Vorgehen dauert doch viel zu lange". Mit unserem Gegenargument, eine solche Planung dauere auch nur ein Jahr, liefere eine weitaus kostengünstigere Lösung, sei schneller durch ein Planfeststellungsverfahreren zu bringen und im Übrigen auch viel schneller baulich umzusetzen, will sich die Politik jedoch regelmäßig nicht auseinandersetzen.
Andersherum scheint das Argument mit dem Urschleim aber nicht zu gelten. Wie die DNN nämlich heute berichtet, dauert alleine die Planung für die Lieblingsvariante der Betonfraktionen (über-überbreit vierspurig, V5) insgeamt mehr als 15 Monate, d.h. jetzt noch bis Anfang 2013. Und dann hat das Planfeststellungsverfahren noch nicht einmal begonnen. Baubeginn wird optimistisch für 2015 prognostiziert. Ganz großes Kino! Wie dies mit dem Ziel einer schnellen Behebung der baulichen Mängel in Einklang zu bringen ist, bleibt wohl ein Geheimnis der bürgerlichen Fraktionen.
Ein anderes Statement zum Haare raufen findet man in der heutigen Sächsischen Zeitung. Hier antwortet der Sächsische Wirtschaftsminister Morlok auf die Frage "Wie man [die Königsbrücker] ausbauen sollte": "Das ist eine ganz klare kommunalpolitische Entscheidung. [...] Da sollte man sich als Staatsregierung nicht einmischen.". Dabei ist es noch keine drei Monate her, dass der Stadtrat explizit mit der Begründung "Aufgrund von Einwänden des Sächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr" überhaupt den über-überbreiten Ausbau beschlossen hat! Die Logik sagt: entweder liegt Herr Morlok jetzt falsch, oder aber der Text des Stadtratsantrags war falsch.
Nun ja, wir nehmen es zur Kenntnis. So ist die (öffentlich-politische) Welt nun mal - da hat die Wahrheit kurze Beine.
Wie heute (03.01.2012) in den Lokalmedien berichtet wurde (z.B. SZ, DNN), planen SPD, Linke und Grüne einen Bürgerentscheid zum Ausbau der Königsbrücker Straße. Hierzu haben uns mehrere E-Mails von Dresdner Bürgern erreicht, von denen wir hier eine veröffentlichen möchten:
Ich weiß nicht, an wen ich mich mit meinen Bedenken wenden kann. Ich schreibe deswegen mal hier und bitte um Weitergabe. Ich habe heute in den Zeitungen von einem angestrebten Bürgerentscheid für die Königsbrücker gelesen. Ich bin genau wie Sie gegen den 4-spurigen Ausbau und würde einen Ausbau im Bestand befürworten. Vor einem Bürgerentscheid habe ich ehrlich gesagt etwas Angst, weil die Masse in Dresden (das zeigen andere Fälle in der Stadt - z.B. Waldschlösschenbrücke) keine Ahnung hat, uninformiert ist (und sich auch nicht die Mühe macht, Argumente zu prüfen) und die Autolobby noch sehr stark ist. Insoweit halte ich das Ansinnen nicht für eine gute Idee - auf der anderen Seite weiß ich allerdings auch nicht, welche anderen Möglichkeiten noch bleiben. Gibt es nicht irgendwelche Gesetze, Richtlinien etc. die beim Straßenbau eingehalten werden müssen und gegen den 4-spurigen Ausbau stehen?
Diese Position ist auch etwas ausführlicher auf dem Internetportal Quo Vadis Dresden exzellent zusammengefasst.
Ob tatsächlich eine Bürgerbefragung durchgeführt wird, wird der Stadtrat am 19. Januar entscheiden. Allerdings wird dafür eine 2/3-Mehrheit benötigt. Da Linke, Grüne und SPD nur ca. 50% der Sitze halten, bedeutet dies, dass viele Stadträte der bürgerlichen Parteien dem Bürgerbegehren ebenfalls zustimmen - also ein Begehren gegen ihren eigenen Beschluss befürworten - müssten. Dies ist unter normalen politischen Bedingungen unrealistisch.
Aber was ist bei der Königsbrücker schon normal?! Vielleicht sagen sich CDU/FDP "heissa, das wird ein Spaß" und lassen das Volk entscheiden. Denn was bislang nicht in der Zeitung stand, ist, dass durch die Statuten der Stadt die zu stellende Frage vorgegeben ist. Man kann nicht fragen "Sollen die Bäume, Parkplätze und Vorgärten erhalten werden?" oder "Sind sie für eine behutsame und wirklich stadtteilverträgliche Sanierung?". Vielmehr wird der Text lauten (sinngemäß) "Sind sie gegen den am 29.09.2011 beschlossenen Ausbau der Königsbrücker Straße?". Menschen sind aber ungern gegen etwas. Und dies wird den "Wahlkampf" für das Bürgerbegehren nicht gerade einfacher machen.
Was aber kann man tun?
Zum Abschluss wollen wir versuchen, die Frage nach den Möglichkeiten, einen überbreiten Ausbau noch zu verhindern, zu beantworten:
Am Freitag sind wir wieder um 17 Uhr an der Schauburg mit Informationen, Plänen, Bildern, Unterschriftenlisten und Glühwein!
... zu der letzten Mahnwache/Infoveranstaltung in 2011 an der Schauburg (Freitag, 16.12.) für eine zügige und wirklich stadtteilverträgliche Sanierung der Königsbrücker Straße.
Wann: 17:00 Uhr
Was wird geboten? Infos, Pläne, Flyer, Unterschriftenlisten,... und Kontakt auch zu anderen Institutionen (Parteien, ADFC, Gewerbetreibenden, ...). Und es wird auch wieder den legendären Bio-Glühwein geben.
Letzte Woche war die Stimmung sehr angenehm und freundlich. Jetzt so kurz vor Weihnachten wird es bestimmt wieder so. Bis morgen.
Die Sächsische Zeitung ist heute in ihrer Printausgabe sowie online in einem Leitartikel (und Kommentar) ausgesprochen kritisch auf die in der Vergangenheit gebauten Kfz-Verkehrsgroßbauten eingegangen (z.B. Südhöhe, Bergstraße, Flügelweg). Grund: "Bis zu 40 Prozent weniger Autos als vor deren Bau geplant fahren heute auf Trassen wie der B173. Das gilt für etliche andere neue Straßen auch."
"Wären diese Projekte etwas kleiner ausgefallen, hätten womöglich etwa 30% der Baukosten eingespart werden können. Das summiert sich auf zweistellige Millionenbeträge." Auch der Unterhalt dieser Straßen ist nun für die nächsten Jahre und Jahrzehnte teurer, als wenn man moderat und angemessen Saniert hätte.
Bedenkt man, dass eine Kita für 100 Kinder ca. 2 Millionen kostet, so hätte man ohne den Bauwahn heute schon die dringend benötigten Kita- und Hortplätze, die nun leider überall fehlen.
Das dieses Thema in einer solchen ungeschminkten Art und Weise als Leitartikel erscheint, zeigt den langsamen Paradigmenwechsel in der öffentlichen Wahrnehmung. Ja, Kfz Verkehr muss fließen - aber eingebettet in ein Gesamtkonzept welches auch den ÖPNV, das Rad, den Fußverkehr mit einschließt. Nicht billig, aber kosteneffizient bauen. Und vor allem: Lebensqualität in Geschäfts- und Wohngebieten erhalten und ausbauen. Wo Menschen Wohnen und Arbeiten darf es keine Stadtautobahnen geben!
Bezogen auf die Königsbrücker kann man kondensiert sagen: Saniert die Straße endlich, aber saniert sie nicht so breit! Saniert sie weitestgehend im Bestand!
Am Freitag, 02.12., wird wieder ab 17:00 Uhr an der Schauburg über die über-überbreite Oroszvariante des Ausbaus der Königsbrücker Straße im Rahmen einer Mahnwache informiert. Wer genug und eifrig mitdiskutiert sollte auch einen Glühwein bekommen.
Am Montag, 05.12., wird das nunmehr dritte "Vernetzungstreffen" von Aktiven für eine stadtteilverträgliche Königsbrücker Straße abgehalten. Gastgeber ist am Montag das Projekttheater (Louisenstr. 47).
Neben Vertretern der Grünen, der SPD, der Piraten, des ADFC, Gewerbetreibenden und Privatpersonen werden wir als Bürgerinititative auch mit am Tisch sitzen. Ein heißer Punkt wird das von einigen Parteien geplante "Bürgerbegehren" sein. Ganz frisch unter dem Eindruck vom Desaster des Referendums zu Stuttgard21, ist hier unsere Position klar: lasst das sein! Vielmehr sollte man die heute gültigen Planungsrichtlinien genau lesen und feststellen, dass eine Sanierung "weitestgehend im Bestand" am billigsten, am schnellsten zu bauen, am sichersten, am stadtteilverträglichsten und auch am ökonomisch und ökologisch vorteilhaftesten ist.
Und hierzu gibt es ja auch schon einen
Stadtratsbeschluß, in dem es heißt:"Parallel zur Erstellung der Planungen auf Basis der heutigen
Beschlussfassung wird dem Stadtrat eine Untersuchung für die Sanierung der Königsbrücker Straße weitestgehend
im Bestand vorgelegt. Diese soll sich an den aktuellen Baurichtlinien orientieren."
Warten wir diese Untersuchung doch erst einmal ab!
Wer diese Position teilt kann seine Meinung am Freitag an der Schauburg auf unseren Unterschriftenlisten kundtun. Gleichzeitig kann man auch hier online seine Unterstützung geben.
Dieser zugegebenrmaßen etwas gewagte Titel eines aktuellen Artikels von Zeit-Online ("Den Fußgängern gehört die Zukunft") spiegelt trefflich wider, in welche Richtung der moderne Wind in der Stadtentwicklung bläst:
Funktionierende Urbanität ist das A-und-O in der Stadt- und Verkehrsplanung. Durchgangsverkehre sind zwar wichtig, aber dürfen auf gar keinen Fall das einzige Kriterium bei der Straßenplanung sein.
Prof. Ahrens und der ganze wissenschaftliche Beirat von Dresden sieht das so. Gleiches fordert auch die "Richtline zur Anlage von Stadtsrtaßen" (RASt06), die "Grundlage für Planung & Betrieb von Radverkehrsanlagen" (ERA 2010) sowie die brandneue "Empfehlungen zur Straßenraumgestaltung innerhalb bebauter Gebiete" (ESG 2011). Auch der Fahrgastbeirat Dresden e.V., der Gewerbe- und Kulturverein e.V., und nicht zuletzt, der ADFC fordert dies.
Alle haben es begriffen, außer ein paar Stadträten. "When will they ever learn?" möchte man da sagen.
Aber steter Tropfen höhlt den Stadtratsstein. Und wenn einer in die richtige Richtung fällt, dann fallen andere vielleicht mit, ...
Wir sind gespannt und harren der Dinge mit angehaltenem Atem.
Am Montag haben sich ca. 20 Königsbrückerbewegte in der "Genossenschaft" getroffen. Dank für die Gastfreundschaft!
Klarheit bestand, dass die über-überbreite vierspurig-a-la-Orosz Variante 5 abzulehnen ist. Zu teuer, zu langsam gebaut (Eingaben, Klagen), zu groß und absolut stadtteilunverträglich. Klarheit bestand auch, dass was man machen muss.
Unklarheit bestand: WAS GENAU WILL MAN?!
In dieser Frage stach der ADFC vorbildlich heraus, da er einen klaren Fahrplan aufstellte: 1) am besten unter Beachtung der aktuellen Baurichtlinien eine zügige Sanierung, 2) wenn das nicht geht, dann eine Sanierung im Bestand. 3) alle anderen Varianten sind unakzeptabel.
Wir vertraten den schon immer vertretenen Standpunkt: Vorgärten erhalten, historisches Straßenbild erhalten, aktuellen Baurichtlinien entsprechen, Baumbestand erhalten, modernen ÖPNV ermöglichen, den deutlichen Rückgang des Kfz Verkehrs und die extreme Steigerung der Fußgänger und Radfahrer berücksichtigen.
Von den Parteien kam etwas wenig, aber es soll in zwei Wochen deren "positiven" Pläne (also "was wollen wir", und nicht "was wollen wir nicht") in einem gemeinsamen Workshop erörtert werden.
Am Freitag wird übrigens wieder Schauburg-Aktion abgehalten werden (17:00 Uhr, weitere Info folgt). Jeder, der etwas dazu beitragen will, kann kommen! Es wurde ausdrücklich vereinbart, dass unser "Aktionsbündnis Königsbrücker" (wir brauchen noch einen offiziellen Namen) offen für alle Stadtteil- und Moderen-Verkehrslösungsliebhaber ist.
Königsbrücker muss leben!: Wir sind gerne Bestandteil dieses Aktionsbündnissen. Wir lassen uns aber nicht instrumentalisieren. 3500 Autos mehr im Hecht kann man nicht politisch wegdiskutieren, man muss diesen Verkehrsinfarkt in einem Wohngebiet verhindern. Und zwar indem die Autos weiterhin in den Bischofsweg abbiegen können, und nicht duch die Tannenstraße gezwungen werden.
Kommt, wenn ihr mögt, am Freitag vorbei und diskutiert mit.
Kontakt (wir sind da offen für alles, und stellen gleich alle heute vertretenen Institutionen ins Netz):Nachdem das erste Vernetzungstreffen von Gruppen, Parteien, Betroffenen und an einer nachhaltigen und zukunftsgewandten Verkehrspolitik in Dresden interessierten Menschen vor zwei Wochen recht erfolgreich und produktiv war, wird es jetzt am
Montag, 21.11.2011, 19:00 Uhr, Ort: "Die Genossenschaft", Prießnitzstraße 20
eine Fortsetzung geben.
Das Treffen ist ausdrücklich als "offen für alle" deklariert. Jeder Mensch, der aktiv werden möchte, sowie jede von dem über-überbreiten Ausbau betroffene Institution ist eingeladen, sich zu beteiligen.
Zwar gibt es keine dedizierte Tagesordnung, aber es wird sicherlich im Wesentlichen darum gehen, wie man eine positive und auch durch eine breite Mehrheit getragene Alternative zu "Variante 5" aufbauen kann.
Achtung: der Veranstaltungsort hat sich geändert! Das Treffen findet in der Genossenschaft (Prießnitzstraße 20) und nicht in der "Grünen Ecke" (Bischofsplatz) statt.
Es ist ja nicht so, dass die Zahl der Streiter für eine stadtteilverträgliche Königsbrücker momentan in die Zehntausende ginge. S21 ist wohl noch etwas entfernt. Aber im Gegensatz zu S21 haben wir hier in Dresden eine Chance, da in unserem Fall die aktuellen Baurichtlinien auf unserer Seite sind.
Das muss nur "irgendwer" der Stadtverwaltung und den Stadträten mal beibringen. Im Jahr 2011 sind nicht mehr Durchlassfähigkeit für den Autoverkehr alleine relevant - nein, auch das urbane Umfeld muss in die Planungen mit eingeschlossen werden. Denn, irgendwer muss ja mit seinen Geschäften die Steuern aufbringen, damit die Stadt funktionieren kann. Denn, irgendwer muss ja gerne in diesem Viertel wohnen, damit Dresden als ganzes funktionieren kann. Denn, irgendwer muss sich ja gerne eine DVB Monatskarte kaufen, damit der ÖPNV funktionieren kann. Denn, ...
In diesem Sinne hören wir ja auch nicht auf daran zu erinnern, dass 20 Millionen sinnlos herausgepustete Euros auch DREI KITA-NEUBAUTEN sind. Saniert die Straße schnell - aber saniert sie nicht so überdimensioniert.
Und daher haben sich in diesem Sinne am Freitag (18.11.2011, 17:00 Uhr) wieder Institutionen und Privatpersonen zum einer öffentlichen Mahnwache inklusive Infomöglichkeit an der Schauburg verabredet. Wer also mit den Grünen, der SPD, den Piraten, Gewerbetreibenden, mit Liebhabern der Königsbrücker oder mit uns sprechen will - der kann, wenn man mag, am Freitag einfach vorbeikommen.
Und vielleicht lernt man sich so gut kennen, dass man weitere Aktionen gemeinsam plant. Sich konstruktiv wehren macht Spaß, ..., bis Freitag!
(Nachtrag) Hier noch ein paar bildhafte Impressionen (klick auf das Bild für eine Vergrößerung):
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Gestern um 17 Uhr war es wieder soweit. In der Tradition der Freitags-Demonstrationen gab es - der Jahreszeit angepasst - eine Mahnwache vor der Schauburg. Schon von weitem sichtbar, das Motto auf einem Transparent: Königsbrücker muss leben! An Aufstellern und Infotisch mit Unterschriften-Listen, Straßenfotos (mit rot eingezeichneten Einschränkungen durch den geplanten Ausbau) und Straßenplänen konnten sich PassantInnen informieren und ihren Protest durch das Unterschreiben auf den Unterschriftenlisten zum Ausdruck bringen.
Auch wurde die geplante verbreiterte Straßengrenze mit Teelichtern entlang der Schauburg künstlerisch in Szene gesetzt. Die Lichter stehen dabei auch symbolisch für die vom Stadtrat beschlossene Abholzung aller Bäume in den dahinter liegenden Vorgärten (die dann auch alle weg sein werden).
Hier noch ein paar bildhafte Impressionen (klick auf das Bild für eine Vergrößerung):
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Bis nächste Woche!
Für den Montag, 07.11.2011, hatten die Neustadtgrünen zu einem Koordinationstreffen von Bürgern, Institutionen, Parteien sowie sonstiger Organisationen via ihrer Internetseite aufgerufen. Dieser Aufruf kam vielleicht etwas kurzfristig (nur 24 Stunden Vorlaufzeit im Netz), aber immerhin.
Gekommen sind dennoch einige. Neben Stadträten der Grünen und der SPD, ca. 20 Interessierte - und vor allem engagierte - Bewohner und Liebhaber der Königsbrücker Straße (Gewerbetreibende, Anwohner, stadtpolitisch Interessierte und ein engagierter Pirat). Einig war man sich schnell, dass die vom Stadtrat beschlossene Variante 5 (Orosz-Variante) absolut stadtteilunverträglich ist und im Grunde das Leben auf und neben der Königsbrücker zerstören wird. Dagegen gilt es anzugehen.
Weiter bestand weitgehende Einigkeit, dass die Bauvariante 5 viele Einwendungen im Planfeststellungsverfahren sowie Klagen von Einzelpersonen sowie Organisationen nach sich ziehen wird, so dass dieser Stadtratsbeschluss mit Sicherheit keine schnelle Sanierung ermöglicht. Durch die Entscheidung des Stadtrats müssen alle Dresdner nun noch für mindestens 3 Jahre mit dem jetzigen Zustand leben.
Auch bestand Einigkeit, dass die Baukosten für Variante 5 (jetzt schon von der Stadt mit ca. 38 Millionen angegeben) wie bei vergleichbaren Bauvorhaben (z.B. Waldschlößchenbrücke) weiter explodieren werden, und somit wichtige und dringende Investitionen Dresdens in der Zukunft be- und verhindert werden (Schulen, andere Straßen, Kitas).
Es bestand Einigkeit, dass man aktiv werden muss, denn ohne Contra wird die Stadt (gestützt und gedrängt von der Landesregierung) dieses Bauprojekt einfach durchdrücken. Dies ist schon viel zu oft geschehen.
Nach diesem ersten "Beschnuppern" ist daher nun geplant, jeden Freitag um 17 Uhr (Zeitpunkt der traditionellen Fahrraddemos) regelmäßig eine Aktion an der Schauburg zu machen. Dies kann mal ein Infostand sein oder eine Performance, oder wieder eine Demo entlang der Königsbrücker, oder, oder, oder. Wichtig ist: so ein fester Termin gibt den Aktiven eine örtliche und zeitliche Heimat, und bietet gleichzeitig endlich (die Stadt tut ja nichts) eine regelmäßige Möglichkeit, dass Bürger sich über den aktuellen Stand in Sachen Königsbrücker informieren können. Noch immer wissen viel zu wenig Bürger, was da eigentlich vom Stadtrat beschlossen worden ist.
Es soll auch weitere Koordinationstreffen geben. Infos hierzu vielleicht schon am Freitag, 17 Uhr, Schauburg. Kommt vorbei, wenn ihr mögt!
So'n Mist. Der Ausbau der Bautzner Straße ist vom Stadtrat beschlossen worden. Nun haben wir, wenn es nach den Stadträten und der Stadtverwaltung geht, Ende 2012 ein wirklich anschauliches und plastisches Bild, in welche Richtung die Reise bei der Königsbrücker gehen wird (siehe Download-Bilder im vorherigen Beitrag).
Und die Mehrheit war nicht einmal knapp! 50 Stadträte stimmten dafür, und nur die FDP (9) dagegen (aber die FDP wollte wohl noch breiter bauen, hilft also auch nicht). Da 50 Stadträte deutlich mehr als die Anzahl der Beton-CDU'ler ist, läßt sich natürlich fragen, was denn die Grünen, die Linke, die SPD und ein Teil der Freien Bürger geritten hat.
Aber es gibt leise Hoffnung. Ein uns heute zugesandtes Dokument ("Empfehlungen zur Straßenraumgestaltung innerhalb bebauter Gebiete" (2011!) spricht sich nach erstem überfliegen deutlich für eine substantiell andere Bauweise aus. Wir empfehlen den Eigentümern, Gewerbetreibenden und Anwohnern, mal bei ihrem Rechtsanwalt nachzufragen. Vielleicht geht da ja noch was.
Andere Baustelle - gleiches Spiel:
Auf der heutigen Stadtratssitzung (03.11.2011) wird über den Bauabschnitt von Hoyerswerdaer- bis zur Martin-Luther-Straße entschieden. Wie bei der Königsbrücker trägt die Vorlage einen blumigen, und ausgesprochen positiven Namen ("Herstellung der Barrierefreiheit auf der Bautzner").
Und wie bei der Königsbrücker ist genau das Gegenteil der Fall, denn die Straße wird massiv verbreitert, es fallen alle Bäume und Parkplätze weg und es entsteht eine lebensfeindliche Betonwüste mitten im Zentrum der Stadt.
Aber das schlimmste ist, niemand kennt die eigentlichen Baupläne! Daher haben wir sie mal eingescannt: Bautzner1 (1,4 MB), Bautzner2 (1,3 MB), Bautzner3 (1,1 MB). Die grau gestrichelte Linie ist der heutige Straßenverlauf).
Und wieder mal sind explizit keine Fahrradstellplätze vorgesehen! Kann es ja auch nicht geben - auf dem Randstreifen ist ja auch kein Platz ... (... mehr).
Diese überdimensionierte DVB-Haltestelle braucht kein Mensch. Sie trennt die Straße, macht das warten ungemütlich - sie ist aber auch gefährlich, denn in der Praxis werden immer wieder eilige und verspätete DVB-Kunden versuchen, noch schnell über die Fahrbahn zu springen um die Bahn nicht zu verpassen.
Eine ausführliche Begründung, warum dieser geplante Ausbau exakt das Gegenteil dessen ist, was die Neustadt braucht, findet man bei www.quo-vadis-dresden.de.
Und wie bei der Königsbrücker braucht die Bautzner eine rasche Sanierung, barrierefreie Haltestellen (angehobene Fahrbahn, abgesenkte Bordsteinkanten), Asphalt und breite Randzonen für das urbane Leben.
Und daher mal für heute die Devise: "Bautzner muss leben!"
Am Dienstag, 1. November 2011, stellt Enrico Grieger von 19:00 bis 22:00 Uhr seine einfühlsamen und in Teilen kontroversen Bilder zur Königsbrücker in der "Grünen Ecke" (Bischofsplatz 6) aus.
Hier die Einladung, direkt von der facebook Seite:
Enrico Grieger wagt sich in seiner Fotoausstellung an das heißeste Eisen der Neustadt, das seit über 10 Jahren immer wieder die Gemüter erregt: Die Königsbrücker Straße.
Die Gefühle der Anwohner und Neustädter haben ein Spektrum von Unmut, ja gar Hass auf die Lautstärke der Straße, die ständige Holperpiste, über Unverständnis aufgrund der Untätigkeit der Behörden und das ständige Hin und Her von zig Planungsvarianten bis zu einem liebevollen Blick auf die Unternehmen, wie die Schauburg, und Vorgärten an der Straße selbst.
Ebenso schweift der Blick des Fotografen über die Straßen und eröffnet einen umfassenden Blickwinkel. Der Wiedererkennungseffekt ist enorm, zugleich stolpert selbst der/die geborene NeustädterIn sicher über das ein oder andere Foto und fragt sich wo es denn aufgenommen wurde oder warum man das die letzten vier Jahre nicht mehr gesehen hat.
Die Ausstellungseröffnung wird politisch begleitet von Johannes Lichdi, MdL, der neben seiner Landtagstätigkeit auch immer Neustädter Ortsbeirat geblieben ist und daher das Auf und Ab, das Hin und Her und die Geschichte der oft vertagten Sanierung und Neugestaltung beobachten konnte.
Dass Johannes Lichdi anwesend ist, ist günstig. Ist dies doch die ideale Gelegenheit, mal den aktuellen Standpunkt der Günen zu den Sanierungs-/Ausbauplänen zu erfahren. Da gibt es nämlich ein breites Spektrum: Fußgängerzone, Bestand (wie es heute ist), weitestgehend im Bestand (wie wir es fordern), Enrico Grieger (Vorgärten erhalten, intelligente Verkehrslösung auf ca. 13 Metern (Anm: könnte auch schick sein)), Hilbert-Variante 6 (FDP, Bild1, Bild2, Bild3, Bild4, Bild5, Bild6, Bild7, Bild8, Bild9), Orosz-Variante (CDU, Stadtautobahn, s. Bilder oben).
Wir gehen da auf jeden Fall hin, trinken 'nen Sekt, und lassen uns von den schönen Bildern berauschen und inspirieren.
Am Freitag, den 28.10.2010, ist wieder (Fahrrad-)Demo gegen den über-überbreiten vierspurigen Ausbau der Königsbrücker Straße. Die Demo ist von den Neustadtgrünen angemeldet, aber ausdrücklich offen für alle, die gegen eine Stadtautobahn in unserer Neustadt sind.
wo: Schauburg, wann: 17 Uhr
Wer kein Rad hat, ist durch den ADFC dazu eingeladen, einfach zu Fuß mitzugehen. Denn: durch den geplanten Ausbau sind an der Königsbrücker ja nicht nur die Radfahrer betroffen. Insbesondere DVB-Kunden, Fußgänger, Parker, Bäume, Vorgärten, Gastwirte, Einzelhändler, Büros, Anlieger, Eigentümer oder unsere Gäste: ALLE haben weniger, nur das DURCHFAHRENDE Auto hat mehr.
So geht es nicht! So kann es nicht gehen! So darf es nicht gehen!
In die Gruppe der Gegner von Vierspurig-Variante-5 haben sich zwischenzeitlich neben uns als Bürgerinitiative, den Grünen, den Linken, der SPD, dem Gewerbe- und Kulturverein Neustadt e.V., den Gewerbetreibenden, dem Fahrgastbeirat Dresden e.V., den Experten des Wissenschaftlichen Beirats, nun auch die Dresdner Piraten angeschlossen.
Und die Piratenpartei hat auch einige ausgesprochen konstruktive Pläne an Bord, die die Problematik ganzheitlich, und nicht nur auf den Durchgangsverkehr reduziert, betrachten: Vorstandsvorsitzender Alexander Brateanu: "Die Piraten sprechen sich ausdrücklich gegen einen vierspurigen Ausbau und somit für ein anwohnerfreundlicheres Konzept aus, welches die Belange aller beteiligten Verkehrsteilnehmer berücksichtigt. Es muss ein Umdenken der Stadträte hin zu einer ökologischeren und anwohnerfreundlicheren Verkehrspolitik geben. Der aktuell geplante Ausbau gleicht einer Werbekampagne für das Auslaufmodell: motorisierter Individualverkehr. Die sträfliche Vernachlässigung der Bedürfnisse von Fußgängern, Fahrradfahrern, Gewerbetreibenden und Anwohnern im Sanierungskonzept der Königsbrücker Straße - also all jener, die es ernsthaft betrifft - ist Ausdruck eines überholten Politikverständnisses."
Da kann man nur noch sagen: Ja, "Königsbrücker muss leben!", ahoi ...
Ein vernichtendes Urteil haben jetzt acht Professoren aus Dresden, Berlin und Stuttgart zur Entscheidung des Stadtrates gefällt, die Königsbrücker Straße vierspurig auszubauen (Variante 5): keine Bundesförderung für die DVB, unfallträchtig, unwirtschaftlich und unausgewogen. Der wohl schwerste Vorwurf: nach Ansicht der acht Verkehrsexperten missachte die Vierspur-Variante die Gesetzeslage und sei nicht genehmigungsfähig.
Stur auf vier Straßenstreifen zu setzen, ohne gezielt auf die Leistungsfähigkeit von Kreuzungen und Bahnhaltestellen zu achten, bedeutet nach Ansicht der Professoren, dass streckenweise "leere" Kapazitäten zu Lasten von Läden, Anlieferer, Parken, Passanten und Radfahrern gebaut würden.
Dies sagt "Königsbrücker muss leben" schon seit einiger Zeit. Es muss umgedacht werden. Nicht das Auto hat die alleinige Priorität! Alle Teilnehmer des Geschäfts-Straßen-Geschehens sind gleichberechtigt zu berücksichtigen. Und neben den von den Professoren genannten, von der Planungsvariante 5 völlig ignorierten Interessen von Betroffenengruppen, nennen wir hier noch weitere: die historischen Bäume, die denkmalgeschützten Vorgärten, die ihr Fahrrad abstellen wollenden Radler, den Denkmalschutz, die Gastronomie, die Rollstuhlfahrer, die Eltern mit ihren kleinen Kindern (auf Fahrrädern und in Fahrradanhängern), und natürlich auch die Eigentümer und Anlieger.
Alle brauchen Platz! Daher: Königsbrücker weitestgehend im Bestand sanieren! Das ist am billigsten, das geht am schnellsten, das verbessert die Situation für alle (auch für die Autofahrer).
Download: offener Brief an die Oberbürgermeisterin von den Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats der Stadt Dresden (Prof. Dr.-Ing. Gerd-Axel Ahrens, Prof. Dr.-Ing. Udo J. Becker, Prof. Dr.-Ing. Klaus J. Beckmann, Prof. Dr.-Ing. Reinhold Maier, Prof. Dr.-Ing. Bernard Bäker, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Krimmling, Prof. Dr.-Ing. Franz Pesch, Prof. Dr. Dr. h. c. Bernhard Müller)
Die Raddemo letzte Woche war nicht nur angenehm, sondern mit ca. 70 Teilnehmern auch noch recht erfolgreich! Und es wurde mit viel Optimismus, Flyern und Plakaten auf die nächste Fahrraddemo für eine schnelle aber stadtteilverträgliche Sanierung der Königsbrücker Straße aufgerufen.
Also: Freitag, 21.10.2011, 17:00 Uhr, Schauburg.
Das Wetter wird wieder super (10 Grad und Sonne).
Die Hilbert-Variante war schon schlimm. Aber was jetzt auf der Königsbrücker Straße geplant ist, ist eigentlich mit dem menschlichen Verstand nicht zu begreifen.
Daher haben wir in gewohnter Manier die Auswirkungen an einigen Bildern graphisch dargestellt. Die Verbreiterung der Straße von heute 10,50 Meter auf in Teilen über 23 Meter fällt dabei so dramatisch aus, dass es einem den Atem verschlägt. Das absolute Highlight ist die Planung an der Post/Louisenstraße. Hier rutscht die Straße um 15 Meter (in Worten: fünfzehn!) in den heutigen Parkstreifen, die Fußgängerbereiche und in die Vorgärten hinein. Teile der vorgelagerten Postgebäude müssen abgerissen werden. Öffentliche Uhren, die heute brav abseits der Straße stehen, stünden dann in der Straßenmitte. Autos, die heute brav am Rand der Straße parken, wären in Zukunft mitten in der (11,50 Meter breiten) Gegenfahrbahn!
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Hier sind die Visualisierungen, so wie es bald sein wird, wenn sich keiner regt:
| Albertpl. | Post | Ostpol | Eschenstr. | Schauburg | DVB Schauburg |
|---|---|---|---|---|---|
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Das ist einfach zu krass. Das kann keiner wollen. Das wäre der Tod der Königsbrücker Straße.
Was kannst du tun? Schreib uns eine E-Mail (info@koenigsbruecker-muss-leben.de) oder werde anderweitig aktiv. Unterschreib auf unserer Online-Protestliste und sag deinen Freunden und Bekannten Bescheid.
Freitag, 14. Oktober, 17:00 Uhr: die nun schon dritte Fahrraddemo gegen eine trennende Stadtautobahn zwischen der Neustadt und dem Hechtviertel! Das Wetter wird super - also sagt es weiter, schwingt euch auf die Räder und wir sehen uns dann um fünf ...
Und wer kein Rad hat - man kann auch auf Schusters Rappen mitgehen.
Wer gegen den zu breiten Ausbau der Königsbrücker Straße ist, kann auch auf unserer Online-Protestliste unterschreiben. Bald sind wir schon 600!
Now, something completely different ...
Der erfolgreiche Comedian und Entertainer Vicki Vomit hat sich unter seinem im Personalausweis eingetragenen Namen bei "Königsbrücker muss leben!" auf unsere Online-Unterschriftenliste eingetragen - Danke! Das bedeutet schon viel für eine öffentliche Person, sich so entschieden zu positionieren!
Ein Meister im zerpflücken der Machtstrukturen, der parteipolitischen Mauscheleien, der Gesellschaftsnormen und auch unser aller Leben bekennt sich somit offiziell und öffentlich zu einer menschlichen und den Stadtteil erhaltenden Königsbrücker Straße.
Bliebe noch zu erwähnen, dass die "Mächtigen da oben" schon ganz schön zittern müssen, denn vielleicht wird Vicki schon bald beim Comedywettbewerb vom NDR bundesweit ganz gross absahnen (wenn ihr alle mitmacht: hier geht's zum Voting) ... und der Mann ist echt authentisch und dabei extrem gut.
Danke Vicki, für deine Unterstützung! Wir können jede gebrauchen. Gebe, wer auch immer, dass wir am Ende alle lachen können!
Königsbrücker muss leben!
Wir haben vor kurzem eine E-Mail eines Bewohners der Neustadt bekommen. Er möchte nicht namentlich genannt werden, aber hat uns von sich aus die Freigabe zur Veröffentlichung gegeben. Vielleicht wollte er uns damit einen reindrücken, ..., aber im Gegenteil: seine Worte (besser seine Frage) fasst die Sachlage zur Königsbrücker Straße in wenigen Worten bestens zusammen:
"Hab gerade eure Seite durchgelesen. Hab ich das richtig verstanden: bei der Köni diskutieren alle über einen Plan von Frau Orosz (CDU), der jetzt irgendwie angenommen ist und einen anderen von Hilbert (FDP). Zwei Pläne von CDU und FDP? Das wollt ihr mir beibringen?!! Wo sind eigentlich die Ideen der anderen Parteien? Wollt ihr die nicht auch zeigen?"
"Königsbrücker muss leben!": Ja, wollen wir! Aber es gibt leider keine Pläne! SPD, Grüne und Die Linke haben bislang keine eigenen konstruktiven Alternativen vorgelegt außer dem unakzeptablen Hilbert-Plan (18-21 Meter breit!). Noch nicht, wir sind aber gespannt...
Der Buschfunk sagt, dass am Freitag, 17 Uhr, wieder Fahrrad-Demo an der Schauburg ist. Zeigt euch gegen eine Stadtautobahn quer durch unser Viertel. Zeigt euch gegen lächerliche 2,15 Meter schmale Fußwege am geplanten Stadtteilzentrum am DVB-Hochhaus, zeigt euch gegen 2,77-3,00 Meter schmale Fußwege an den DVB Haltestellen Louisenstraße und Bischofsweg. Wo soll man da noch sein Fahrrad abstellen und/oder seinen Kinderwagen schieben? Was wir brauchen ist doch vielmehr eine schnelle und wirklich stadtteilverträgliche Sanierung!
Wir brauchen Platz in der Neustadt! Denkt Ihr das auch: dann unterschreibt auf unserer Online-Protestliste.
Die Neustadtgrünen haben heute öffentlich zu einer weiteren Demonstration für eine stadtteilverträgliche Sanierung der Königsbrücker Straße aufgerufen. Freitag, 17:00 Uhr, ab der Schauburg.
"Königsbrücker muss leben!" unterstützt ausdrücklich, sich an der Demo zu beteiligen. Sagt es auch euren Freunden und Bekannten! Es muss ein öffentlich sichtbares Zeichen gesetzt werden, dass wir uns nicht alles gefallen lassen wollen.
Viel wurde in den letzten Tagen über die zu erwartenden Geschwindigkeiten von Kfz und Straßenbahn nach den verschiedenen Bauvarianten über-überbreit vierspurig (Variante 5, Orosz) oder überbreit zweispurig (Variante 6, Hilbert) gesprochen und geschrieben. Hierbei nutzt jeder die Zahlen, wie er es für gegeben hält; z.B. FDP: "Variante 6 ist eine Staufalle für die Autos", z.B. Grün: "Variante 5 bremst die Straßenbahn aus".
Fakt ist, beide Varianten sind in den Durchlassgeschwindigkeiten sehr ähnlich, wie man an den städtischen Prognoserechnungen ablesen kann (Prognose Kfz, Prognose Straßenbahn). Der Unterschied liegt im Bereich von 1-2 km/h.
Was aber ebenfalls auffällt, ist der angeblich relativ große Unterschied zum "Bestand". Also augenscheinlich eine deutliche Verbesserung des Verkehrsflusses? Aber Achtung: die Zahlen für "Bestand" sind für den Verkehrsfluss von 2006 - die Angaben für die beiden Ausbauvarianten sind für den Verkehrsfluss von 2025 gerechnet. Und auf der Königsbrücker Straße sinkt der Verkehrsfluss in dieser Zeit um bis zu 25%! Hier sind die offiziellen Zahlen der Stadt zum Verkehrsaufkommen auf der Königsbrücker Straße. Dass dann auch Autos und Bahnen schneller voran kommen, ist daher schon allein wegen der geringeren Verkehrsdichte gegeben - egal bei welchem Ausbau.
Und es ist daher etwas gemein, auf Grundlage dieser Zahlen zu sagen "Bestand geht nicht!". Und wenn man dann noch bedenkt, dass unsere Forderung nach einer Sanierung "weitestgehend im Bestand" auch beinhaltet, dass man Barierefreiheit herstellt, die verkehrlich kritischen Stellen durch moderates Verbreitern der Straße (maximal 1 Meter pro Seite) entschärft und durchaus über eine Optimierung der Fahrbeziehungen nachdenken sollte, ja dann müssten auch mal die Modellrechnungen für eine solche Sanierung auf den Tisch. Wahrscheinlich ist der Unterschied der Fahrgeschwindigkeiten zu den 20 Meter breiten Varianten gar nicht so groß.
Willst du auch, dass die Stadt eine Sanierung "weitestgehend im Bestand" wenigstens ernsthaft prüft und grob deren Leistungsfähigkeit (Flussgeschwindigkeiten, Kosten, Bauzeit, Breite der Gehwege, Zahl der Bäume, Zahl der Parkplätze, ...) durchrechnet? Dann drücke diesen Wunsch aktiv aus und unterschreibe online hier auf unserer Unterschriftenliste.
Nach dem Beschluss des Stadtrats, die Königsbrücker Straße in der so genannten Orosz-Variante über-überbreit auszubauen, hat die Linke Fraktion Bürgermeister Hilbert aufgefordert, Widerspruch gegen diese Entscheidung des Stadtrates wegen erheblicher Nachteile für die Landeshauptstadt Dresden einzulegen:
"Gemäß § 52 Abs. 2 Satz 1 Sächsische Gemeindeordnung kann der Bürgermeister Beschlüssen des Gemeinderates widersprechen, wenn er der Auffassung ist, dass sie für die Gemeinde nachteilig sind. Der Widerspruch muss gemäß § 52 Abs. 2 Satz 2 SächsGemO binnen einer Woche nach Beschlussfassung gegenüber den Gemeinderäten ausgesprochen werden. Gemäß § 52 Abs. 2 Satz 4 SächsGemO müsste der Stadtrat sodann innerhalb von drei Wochen nach der ersten Sitzung erneut über diesen Gegenstand beschließen."
Dies ist ein interessanter Vorschlag, wie Dresden aus dem ganzen Schlamassel raus kommen könnte. Die Orosz-Variante ist (je nachdem, wen man fragt) 6 bis 12 Millionen Euro teurer (mehr Lärmschutz, mehr Enteignungen, weniger Bundesförderung für die DVB), dafür fährt die Straßenbahn verglichen mit der Hilbert-Variante laut den Prognosen der Stadt ca. 1.5 km/h langsamer. Ein Widerspruch Hilberts wäre in diesem Sinne ein starkes, auch politisches, Zeichen, dass die beschlossene Bauvariante nur Nachteile für Dresden mit sich bringt.
Es bliebe aber zu fragen, über was die Stadträte der Linken dann abstimmen wollen, sollte es zu einer erneuten Behandlung des Themas im Stadtrat kommen. Denn: beide Varianten - sowohl die Orosz über-überbreite als auch die Hilbert überbreite Variante - sind lediglich für den Durchgangsverkehr geplant und berücksichtigen nicht die Belange der gestiegenen Anzahl an Menschen in der Neustadt. Und da das bürgerliche Lager den sogenannten "Kompromiss" (Hilbert-Variante) aufgekündigt hat, wäre es irgendwie widersinnig, sollten die Stadträte der Linken weiterhin an dieser überbreiten Hilbert-Variante festhalten.
Wir fordern: endlich umdenken in Dresden bei der Planung von innerstädtischen Geschäftsstraßen wie der Königsbrücker! Man muss die Straßen nicht von heute 10 Meter auf 18-21 Meter, und auch nicht auf 19-23 Meter verbreitern und dabei die Fußwege, die Bäume und die Vorgärten verdrängen. Macht an der Königsbrücker die schlimmsten Staufallen weg, macht Asphalt und neue Schienen, macht was Intelligentes für die steigende Zahl an Radfahrer. Baut die Straße schnell und ohne jahrelange weitere Verzögerung durch Klagen. Baut weitestgehend im Bestand.
Bist du auch dieser Ansicht: hier unsere Online-Unterschriftenliste.
Nachdem gestern der Stadtrat als präferierte Bauvariante
die sogenannte Variante 5 (CDU/FDP über-überbreit) beschlossen
hat, gilt es jetzt den Stadtverordneten und
der Verwaltung zu zeigen, dass man ein solches Projekt in
der Neustadt nicht machen kann. Die Straße wird noch breiter
als auf unseren früheren so-wird-es-mal-sein-Bildern zu der bereits grotesk breiten Hilbert-Variante!
Bild1,
Bild2,
Bild3 ,
Bild4 ,
Bild5 ,
Bild6 ,
Bild7 ,
Bild8 ,
Bild9
Aber ein Silberstreif ist am Horizont - neben dem Beschluss zu der Variante 5 hat der Stadtrat mit großer Mehrheit eine parallele Planung "weitestgehend im Bestand" beschlossen. Diese soll auch dem Stadtrat vorgelegt werden. Es geht also in die nächste Runde...
Heute (Freitag, 30.09.2011) ist um 17:00 Uhr Demo gegen den städtebaulichen Wahnsinn und für eine lebenswerte Königsbrücker Straße. Treffpunkt Schauburg.
... ja wenn nicht gleichzeitig die weitere Planung des überbreit-überbreiten Ausbaus nach Version Autolobby CDU/FDP beschlossen worden wäre. Die schon überbreite Hilbert-Variante, für die auf dieser Seite die Baupläne und so-wird-es-mal-sein-Bilder zu sehen sind, hat im Stadtrat keine Mehrheit bekommen.
Es sieht nun so aus, dass die, verglichen mit den Hilbert-Plänen noch breitere (!) 22 Meter-Version von CDU/FDP, im nächsten halben Jahr bis zur so genannten Genehmigungsplanung vorangebracht wird, jedoch gleichzeitig auch eine Planung "weitestgehend im Bestand" zu erfolgen hat. Voraussichtlich nächstes Frühjahr befasst sich dann der Stadtrat wieder mit dem Thema und wählt die bessere der beiden Varianten aus. Und dann soll aber auch wirklich und zügig gebaut werden.
Dass überhaupt über einen schmalen Ausbau nicht nur diskutiert, sondern auch geplant werden wird, ist positiv - aber wir müssen weiterhin am Ball bleiben, Unterschriften sammeln, Freunde und Unterstützer finden, und immer wieder der Stadtverwaltung und CDU/FDP auf die Füße treten.
Denn Vorsicht: wir sind in Dresden und die Gefahr ist groß, dass die Stadtverwaltung "weitestgehend im Bestand" gnadenlos schlecht, die CDU/FDP-Variante dagegen himmelhoch-jauchzend schön rechnet!
Das Gute aber an dieser neuen Situation ist: wir haben nun in ein paar Monaten die Entscheidung nicht zwischen Pest und Cholera (vierspurig-CDU/FDP oder überbreit-Hilbert), sondern können zwischen einer extrem breiten/lediglich Autos begünstigenden und einer durchaus kleineren Variante wählen.
Und in diesem Prozess sind wir alle wieder gefragt. Wir, die Bewohner der Neustadt (Protest gegen die Hilbert-Variante ist erst Recht ein Protest gegen überbreit-CDU/FDP-vierspurig!). Aber auch die politischen Parteien, die Interessenverbände und die DVB müssen mithelfen und ihren Teil dazu beitragen, dass der heutige Stadtratsbeschluss zu einer Planung "weitestgehend im Bestand" nicht verwässert wird.
Und wir müssen hier auf koenigsbruecker-muss-leben.de unsere Bilder und Baupläne ändern. Die Planungen, die jetzt gegen "weitestgehend im Bestand" antreten, sind noch viel, viel gruseliger, als die Hilbert-Variante es schon war... In Kürze dazu mehr.
Willst du mitmachen und helfen? Schreib uns einfach eine E-Mail - jede Hilfe hilft!
Kontakt: info@koenigsbruecker-muss-leben.de
Zu unserer großen Freude hat die Stadtverwaltung in einem ungewöhnlich hohen Tempo fast alle von "Königsbrücker muss leben!" gestellten Fragen zum Ausbau der Königsbrücker Straße beantwortet. Einen aufrichtigen und wirklich ernst gemeinten Dank dafür.
Die von uns noch schnell kommentierte Liste der Fragen und Antworten ist zwar nun etwas unhandlich und umfangreich - sie hat es aber in sich. Kurzum, wir finden, dass alle unsere bisherigen Aussagen, kritischen Fragen und Beanstandung der Mängel der aktuellen Planungen bestätigt werden.
So fußen die Planungen zu Variante 6 (Hilbertvariante) wirklich auf jenen aus den Jahren 2001-2003. Zu dieser Zeit gab es aber ganz andere Rahmenbedingungen für die Planung von Stadtstraßen - sowohl im Allgemeinen (z.B. Richtlinien) als auch speziell auf die Neustadt und die Königsbrücker Straße bezogen (Bevölkerung, Anteil Radfahrer/Fußgänger, städtebauliche Bedeutung DVB-/Postgelände,...).
Daneben wird endlich offiziell zugegeben: dass nicht 48 Parkplätze am MDR wegfallen, sondern alle nördlich der Paulstraße (Bischofsweg); dass die schmalste Stelle des Fußwegs gegenüber der Schauburg 2.07 Meter beträgt; dass alle 55 Bäume nördlich des Bischofswegs fallen; und dass es keinerlei Verbesserung der Verkehrssituation am Albertplatz (die Ein- und Ausfahrt zur Königsbrücker Straße) gibt; dass ...
Aber lest selbst und bildet euch eure eigene Meinung.
Morgen (Donnerstag, 29.09.2011) will der Stadtrat entscheiden!
Dies bedeutet, heute ist ein sehr guter Tag, um mit deinem Namen auf unserer Unterschriftenliste zu dokumentieren, dass du in Sachen Straßenplanung viel moderner bist, als so mancher im Stadtrat!
Der Fahrgastbeirat Dresden, eine Vertretung der Nutzer unserer Busse und Straßenbahnen, hat sich in einer Pressemitteilung offiziell für eine Sanierung der Königsbrücker Straße weitestgehend im Bestand ausgesprochen. Zwar solle auf der Königsbrücker Straße schnell etwas geschehen, die DVB-Kunden bräuchten neben einer angemessenen Reisegeschwindigkeit der Bahnen unverzichtbar aber auch Komfort und Sicherheit beim Warten und beim Ein-/Aussteigen sowie eine urbane Attraktivität in der Nähe der Haltestellen.
Der Vorsitzende des Fahrgastverbands, Bernd Hoffmann, erklärt zum Thema Sanierung der Königsbrücker Straße wörtlich: "Was die DVB-Kunden verkehrlich brauchen, ist eine Anpassung der Fahrbahnbreite an die neuen Gleisabstände der DVB sowie eine moderate Verbeiterung des Straßenzugs vor den Kreuzungen, um die Bahn an LKW vorbei zu führen. Ein Meter mehr auf jeder Seite der Straße reicht dazu völlig aus. Dafür verlangen wir aber komfortable, sichere und barrierefreie Haltestellenbereiche, an denen genügend Platz für Unterstände, Bänke und Fahrradabstellplätze gegeben ist."
Das klingt ähnlich wie bei "Königsbrücker muss leben!". Was anderes wollen wir ja auch nicht. Willst du auch eine schöne und funktionale Königsbrücker Straße, dann unterschreib bitte auf der Online-Unterschriftenliste.
Die erfolgreiche Dresden-Neustädter Krimi-Autorin Beate Baum hat in Ihrem jüngsten Roman "Weltverloren" das Thema Königsbrücker Straße aufgegriffen, und lässt eine tapfere Schar von Neustädtern für eine stadtteilverträgliche Königsbrücker streiten. In dem Roman verschwimmen Fiktion und Realität, da immer wieder auf aktuelle Geschehnisse und uns allen bekannte Orte (z.B. Scheune, Bäckerei Rissmann, Erich-Kästner Museum) Bezug genommen wird.
Aber auch in der Realität verschwimmen die Grenzen zur Fiktion: So meldet sich hier an dieser Stelle die Autorin Beate Baum bei "Königsbrücker muss leben!" (einer tapferen Schar von Neustädtern, die für eine stadtteilverträgliche Königsbrücker streiten) mit einem literarischen Gastkommentar:
Hoffen!
Was soll man noch argumentieren gegen einen übertriebenen-überbreiten 20 Meter Ausbau? Es ist alles längst bekannt, mittlerweile sogar durch Zahlen belegt: Irgendeine lächerlich niedrige Sekundenzahl an Zeitgewinn springt für die Autofahrer dabei heraus, dass ein funktionierendes Viertel auseinandergerissen wird. Hallelujah!
Entwickeln Zivilisationen sich nach Vernunftskriterien? Wohl nur mittelbar und/oder auf lange Sicht. Die Neustadt ist ein ungemein lebenswertes Wohngebiet. Man kann hier leben wie in einem Kiez einer richtigen Großstadt. Es ist ein Viertel, in dem man kein Auto braucht, in dem man perfekt zu Fuß und mit dem Fahrrad klarkommt. Aber genau das wird durch eine mehrspurige "Stadtautobahn" ruiniert! Vor dem Café Europa sitzen? Fehlanzeige. Mal eben schnell rüberspringen zur Schauburg? Lebensmüde?
Der Fetisch motorisierter Individualverkehr ist so überholt wie nur irgendwas. Alle Studien belegen, dass Familien zurück in die Innenstädte ziehen und jungen Leuten Autos herzlich egal sind. Und wem das zu schwammig ist: Die Ressource Erdöl ist endlich. Es kann gar nicht immer so weiter in die Richtung gehen, für die in Dresden so gern die Bagger in Position gebracht werden (ein ähnliches Problem wie mit der Köngisbrücker scheint sich ja auch bei der Bautzner anzubahnen). Insofern kann man wirklich bloß von Herzen hoffen, dass genügend Politiker (doch noch) in der Lage sind, ihren Verstand zu benutzen!
Beate Baum. Journalistin, Autorin (u.a. von "Weltverloren", in dem es auch um das Thema geht...) und Neustadtbewohnerin.
Das ganze Team von "Königsbrücker muss leben!" bedankt sich ganz herzlich für die schönen und motivierenden Worte. Wenn ihr ähnlich kritisch zu den Ausbauplänen der Stadt steht, dann unterstreicht dies doch wie Beate Baum mit einer Online-Unterschrift hier auf unserer Seite.
Zwar sagten wir hier auf koenigsbruecker-muss-leben.de schon häufig, dass die Baupläne zur Königsbrücker Straße konzeptionell und städtebaulich veraltet sind, da sie in ihrer Substanz aus den Jahren 2001-2003 stammen. Die Stadtpolitiker scheint das bislang aber nur wenig zu kümmern, und sie bereiten weiter einen Beschluss zu der überbreiten Bauvariante im Stadtrat am kommenden Donnerstag (29.09.2011) vor.
Ein Problem bei unserer Argumentation könnte natürlich gewesen sein, dass zwar jeder, der Augen hat, die große Veränderung unseres Viertels in den letzten zehn Jahren kennt (mehr Menschen, viel mehr Kinder, mehr Läden und Kneipen) - allein uns hat bislang ein Dokument gefehlt, in dem dies auch offiziell steht, und in dem die Belange der Anwohner und Gewerbetreibenden als hohes zu schützendes Gut gewertet wird.
Auf ein solches Schlüsseldokument hat uns nun einer unserer Unterstützer aufmerksam gemacht. In dem "Entwicklungskonzept für das Ortsteilzentrum äußere Neustadt" aus dem Jahr 2008 steht wörtlich: "Der öffentliche Raum der Königsbrücker Straße muss so aufgewertet werden, dass die Straße zu einem weiteren Aushängeschild der äußeren Neustadt wird. Die Breite der Straße erlaubt es, sowohl starke Verkehrsströme aufzunehmen als auch ausreichend attraktive Fußgänger- und Fahrradwege bereitzustellen. Als Bausteine für Verbesserungen kommen in Frage: Alleebepflanzung, Aufwertung der Gehwegbereiche, Schaffung von Querungshilfen, Möblierung, Licht und Asphaltierung der Fahrbahnen zur Lärmverminderung".
Hier steht nichts von einem 18-20 Meter breiten Straßenzug für eine Umnutzung der Straße allein für den Durchgangsverkehr.
Weiter heißt es: "Besonderer Wert ist auch auf die Gestaltung des "Südkopfes" [DVB-Hochhaus] sowie auf die Kreuzungsbereiche Louisenstraße und Bischofsweg zu legen. Wie dies momentan geplant ist, kann man auf diesen Bildern sehen: Südkopf, Louisenstraße, Bischofsweg1. Bischofsweg2. Bischofsweg3. Bischofsweg4.
Das ist nicht stadtteilverträglich!
Wie gesagt, die Planung stammt aus den Jahren 2001-2003, das Entwicklungskonzept lenkt die Stadtentwicklung seit bereits 2008 in eine neue Richtung, heute ist schon 2011. Ergo: die Bauvariante 6 ist veraltet und geht städtebaulich und verkehrstechnisch in die völlig falsche Richtung. Baut das Ding nicht so breit! Baut das Ding weitestgehend im Bestand! Königsbrücker muss leben!
Da der Stadtrat bereits am 29. September über den Ausbau der Königsbrücker Straße beschließen will, drängt die Zeit. Zwar sind hier bei koenigsbruecker-muss-leben.de viele entlarvende Informationen zu den Auswirkungen von "Variante 6" für alle öffentlich zu sehen - allein vielleicht glaubt man uns einfach nicht und denkt "na, die übertreiben da bestimmt etwas". Da wäre es natürlich etwas anderes, wenn die Verwaltung selbst erklären würde, dass z.B. alle Parkplätze und alle Bäume nördlich der Paulstraße (Bischofsweg) bis zur Stauffenbergallee wegfallen werden.
Um dies zu erreichen, haben wir einen umfangreichen Fragenkatalog zusammengestellt, um offizielle Antworten der Stadtverwaltung zu der stadtteilunverträglichen und überbreiten "Variante 6" zu erhalten. Dieser Fragenkatalog ist heute an die Dresdner Stadtverwaltung (Büro Bürgermeister Hilbert) weitergeleitet worden.
Wir sind gespannt, ob, wann und wie die Fragen beantwortet werden. Im Sinne von Bürgernähe und Transparenz sollte das eigentlich noch vor der Entscheidung im Stadtrat Ende nächster Woche geschehen. Denn wenn die Stadträte sich tatsächlich für eine Asphaltwüste im Herzen der Neustadt entscheiden, dann sollen sie wenigstens nicht nachher sagen können: "dass 3.000 Autos pro Tag mehr durch Lößnitz- und Tannenstraße in das Hechtviertel fahren werden, ach, das haben wir nicht gewusst".
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Kontakt: info@koenigsbruecker-muss-leben.de
Der Gewerbe- und Kulturverein Neustadt e.V. (GuKv) hat sich, zusammen mit der Werbegemeinschaft Dresdner Neustadt, jetzt offiziell zu einer Prüfung einer Sanierung der Königsbrücker Straße weitestgehend im Bestand positioniert und die schon eine Weile existierende Erklärung von Gewerbetreibenden und Anwohnern dieser Geschäftsstraße veröffentlicht. In der Erklärung, die 48 Gewerbetreibende und Eigentümer unterschrieben haben, wird der "Erhalt der Königsbrücker Straße als wesentlicher Teil eines urbanen Stadtteilzentrums und als lebendige Geschäfts- und Wohnstraße" gefordert. Hierzu seien "ausreichend breite Gehwege für den ungehinderten und gefahrenfreien Verkehr für Fußgänger und für die Nutzung als attraktiven Boulevard für die Gaststätten und Läden" erforderlich. Weiter wird der "Erhalt oder Ersatz der für die Geschäftstreibenden notwendigen Parkflächen und Gewährleistung von ausreichend Fahrradstellplätzen" gefordert. Und neben der Forderung nach Anlieferzonen wird insbesondere verlangt, dass "keine Enteignung von Grundstücksvorgärten für eine Straßenerweiterung" vorgenommen wird. Abschließend wird eine angemessene Bürgerbeteiligung eingefordert.
Das entspricht in vielen Teilen den Forderungen von "Königsbrücker muss leben!"
Dies ist also die offizielle Meinung der Gewerbetreibenden und Anwohner: "Saniert die Straße so schnell wie möglich, aber macht sie nicht doppelt so breit!"
Fast alle im Stadtrat (von Rot-Grün-Rot bis Teile von CDU und Freien Bürgern) wollen mit Bauvariante 6 die Königsbrücker zu einer lebensfeindlichen Asphaltwüste machen. Aber fast alle Menschen in der Neustadt (vom Anarcho-Studenten bis zum gediegenen Geschäftsmann) wollen das nicht!
Bist du auch für eine Sanierung weitestgehend im Bestand - dann kannst Du dieses Anliegen mit Deiner Stimme unterstützen.
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Gestern (14.09.2011) wurde die Sanierung der Königsbrücker Straße im Bauausschuss des Stadtrats behandelt. Auf Antrag von Franz Fischer (Freie Bürger) wurde das Thema jedoch vertagt. Nun wird am 29. September eine Sondersitzung des Bauausschusses abgehalten. Da am gleichen Tag ebenfalls Stadtratssitzung ist, scheint sich die künstlich erzeugte Eile und die Intransparenz innerhalb der Dresdner Parteienlandschaft bei der Entscheidungsfindung, wie eine moderne Königsbrücker Straße aussehen soll, weiterzugehen. Motto: Bauausschuss tagt am Nachmittag ohne Öffentlichkeit, die Mehrheiten werden festgeklopft, im Stadtrat dann einige Schaufensterreden, Beschluss.
Ansonsten hört man aus dem Rathaus, dass die SPD, die Grünen und die Linke weiterhin planen, (wie im Ortsbeirat bereits geschehen) zusammen mit Teilen des bürgerlichen Lagers (CDU/Freie Bürger) die überbreite, veraltete und absolut stadtteilunverträgliche "Variante 6" durchzuboxen.
Im Zusammenhang mit der anstehenden Stadtratsentscheidung zur Königsbrücker wurde gestern ebenfalls eine Mitgliederversammlung der beiden die so genannte Bürgerfraktion bildenden Wählervereinigungen abgehalten. Während das Bürgerbündnis Dresden geschlossen neue Planungen weitestgehend im Bestand einforderte, tun sich bei den Freien Bürgern die Stadträte und Mitglieder schwer, eine Linie zu finden. Es wird interessant werden, wie dieser Diskussionsprozess weitergehen wird. Aber letztlich können Rot-Grün-Rot auch alleine mit ihren neuen Partnern, den paar moderateren der Auto-Lobbyisten aus der CDU und einigen Stimmen aus der laut Aussage der Grünen "stockkonservativen Vereinigung" der Freien Bürger einen Beschluss erwirken.
Positiv aber ist, dass zumindest der Bauausschuss vertagt - und noch nicht beschlossen hat. Und wenn im Rathaus weiter diskutiert wird, so ist das schon mal ein besseres Zeichen als Schweigen. Denn vielleicht erkennt man, dass moderne Infrastruktur und moderne Verkehrsführung in sich verdichtenden und immer mehr auf das Auto verzichtenden urbanen Zentren mehr bedeutet als motorisierte Menschen schnell durch den Ortsteil zu leiten. Moderne Mobilität bedeutet lokaler Quell- und Zielverkehr mit Mischnutzung: zu Fuß zum Einkaufen, mit dem Auto zum Baumarkt, mit dem Rad zur Arbeit, mit der Bahn zum Theater. Und hierfür brauchen wir auch Platz auf breiten Randzonen neben dem Straßenraum!
Dass die Königsbrücker wahrscheinlich am 29. September im Stadtrat behandelt wird, bedeutet allerdings, dass wir alle von heute ab gerechnet noch zwei Wochen Zeit haben, Argumente zu sammeln und diese vor allem weiterzutragen und publik zu machen. Immer noch kennen viel zu wenig Menschen die wahren Dimensionen der Planung nach 'Variante 6' (Bild1, Bild2, Bild3, Bild4, Bild5, Bild6, Bild7, Bild8, Bild9).
Immer noch sprechen viel zu viele von 'Kompromiss', von 'Abwägung der Interessen' und von 'endlich beschließen'. Dabei ist der 'Kompromiss' ein veralteter, der lediglich zwischen den verschiedenen Durchgangsverkehren geschlossen wurde. Die 'Abwägung' erfolgte nur unter dem Gesichtspunkt der Durchgangs-Reisegeschwindigkeit - und nicht unter gleichzeitiger Berücksichtigung von Fußgängern, Radfahrern, wartenden DVB-Kunden, Erhalt von Parkplätzen für Autos, Schaffung von Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, der Sicherheit beim Überqueren der Straße (Kinder, Senioren!), den Gewerbetreibenden, der Gastronomie, der Vermeidung von Verkehrsströmen in Wohngebieten, dem Erhalt der Bäume und Vorgärten, dem Denkmalschutz, ...
Und wenn sich in den nächsten zwei Wochen nichts ändert, dann wird am 29. September im Stadtrat 'endlich beschlossen': und zwar ein städtebaulicher Supergau für den gesamten Straßenzug. Eigentlich dachte man, Rot-Grün-Rot sei gegen den Supergau. Nunja, mit den 'bürgerlichen' zusammen dann vielleicht doch nicht.
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Köni, Köni, Köni - immer das gleiche Thema. Aber die Problematik, ob man die Straßenbreite verdoppelt oder nicht hat auch große Auswirkungen auf die angrenzenden Straßen. So machen z.B. die Ausbaupläne den Kreuzungsbereich am Bischofsweg derartig breit, dass Linksabbiegen in Richtung Bischofsweg/Fritz-Reuter-Straße verboten werden muss (siehe Bauplan, 4.1 Mb). Die heute über 3000 dort abbiegenden Autos müssen aber natürlich irgendwo hin. Die für die Verfechter der sogenannten Bauvariante 6 (Bürgermeister Hilbert, SPD, Grüne, Linke, Teile der CDU) anscheinend naheliegende Lösung ist, dass dieser Verkehr durch die Tannenstraße und die Lößnitzstraße in Richtung Hechtviertel geleitet werden soll.
Nach den Planungen werden es, verglichen mit heute, auf der Tannenstraße 1000 (!) und auf der Lößnitzstraße 2000 (!) Autos mehr am Tag. Diesen Irrsinn muss man sich mal bildlich vorstellen. Die Tannenstraße kreuzt den Dammweg, tunnelt die Bahn - und ist mitten im Wohngebiet. Da wird es bestimmt gemütlich, zu Frühstücken im Pauli-Eck. Und auf der Lößnitzstraße dasselbe: rechts-vor-links-Kreuzung und dann 1000 Autos am Tag mehr in den Dammweg und die anderen 1000 in die Friedensstraße. Wer will dann noch im Garten vom Blumberg grillen?
Wenn es nicht so in den Plänen stünde, würde man ein Linksabbiegeverbot am Bischofsweg schlicht für nicht durchführbar erklären und gar nicht darüber diskutieren - das muss man jetzt aber leider: der Stadtrat könnte schon am 28. September 2011 den Verkehrsinfarkt für die Wohnstraßen im Hecht beschließen.
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Vieles wird erst dann richtig deutlich, wenn man es mit eigenen Augen sieht. Daher hatte auch niemand vor dem Postplatz gewarnt. Erst als er fertig war, und man sah, dass das, was dort gebaut wurde, hässlich und unpraktisch war, erst da sind ganz viele Menschen aufgewacht - zu spät, um noch etwas zu verändern.
Daher haben wir zwei neue zusätzliche Bilder erstellt, welche die Situation auf der Königsbrücker Straße verdeutlichen sollen.
1.) Ein Bild von der geplanten Situation an der Post (Königsbrücker Ecke Louisenstraße; Blickrichtung: Süd). Der Stromkasten und die Telefonzelle stehen heute dort, wo später immer noch Straße sein soll. Die Wiese und die Bäume sollen weg. Platz vor dem Eingang der Post wäre dann nur noch ca. 4 m:

2.) Der Albertplatz wird in allen Bauvarianten gar nicht angefasst und bleibt daher exakt so wie er heute ist. Hier aber entsteht, wenn überhaupt, der Autostau! Ergo: am Grund für Autostau würde nichts verbessert, und dennoch würde die Straßenbreite vor dem Albertplatz auf über 21 m verdoppelt werden. Die Vorgärten und die Bäume sollen fallen - und es verbliebe dennoch nur ein ganz schmaler Fußweg. Am Albertplatz soll aber ein großer Einkaufsmarkt und Gastronomie im DVB-Hochhaus entstehen. Ein entscheidendes Entscheidungskriterium für dieses Bauvorhaben an dieser Stelle war die große Zahl an Menschen, die in fußläufiger Umgebung wohnen oder das DVB-Hochhaus mit dem Fahrrad aufsuchen werden (wir Neustädter eben, hier haben 70% der Haushalte kein Auto!).
Wohin aber mit den Menschen/Fahrrädern, wenn der Straßenraum derart verbreitert wird?!

Dass auf den Bildern nicht geschummelt wurde, erkennt man wie immer durch einen Vergleich mit den offiziellen Bauplänen der Stadt: Postgelände1, Postgelände2, Königsbrücker nähe Albertplatz.
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In der Friedrichstadt soll ein ziemlich großes und nicht wirklich schönes Einkaufszentrum gebaut werden. Die Situation ist vergleichbar mit der Königsbrücker Straße: die Planungen dauern schon seit ewig, die Menschen die dort wohnen, sind nicht mit einbezogen worden, und nun sollte der Stadtrat "schnell mal beschließen", und dann wäre die Katze im Sack.
Einigen Anwohnern der Friedrichstadt ist das allerdings aufgefallen. Sie haben sich die Baupläne besorgt - und sind entsetzt: 87 zum Teil riesige Bäume sollen gefällt werden, ein parkähnliches Areal wird mit Beton fast komplett versiegelt. Und darüber hinaus sind die Planungen in sich unlogisch.
Binnen kurzer Zeit hat die Bürgerinitiative "Friedrichstadt für alle" über 750 Unterschriften gesammelt, eine Homepage und einen Facebook-Auftritt aus dem Boden gestampft und Kontakt zu den Vertretern der Stadt gesucht - ein ähnlicher Verlauf wie bei "Königsbrücker muss leben!".
Nun wurde aufgrund des Protestes die Entscheidung im Stadtrat erst mal verschoben. Es sollen weitere "klärende Gespräche" geführt, und nach einer Lösung gesucht werden. Die Initiative geht davon aus, dass sie in diesen nun anstehenden Gesprächen auch angehört wird. Gratulation zu diesem Zwischenerfolg! Wir freuen uns mit Euch darüber genauso wie wir uns über unseren eigenen Zwischenerfolg gefreut haben, als die Entscheidung im Stadtrat zur Königsbrücker auf einen Termin nach der Sommerpause verschoben wurde. Aber Achtung, liebe Friedrichstädter: solche Gespräche können von den Verantwortlichen der Stadt auch schon mal vollkommen verdreht wiedergegeben werden (siehe unten: "Hilbert lügt - Thauer sauer!").
Wichtig ist: "Friedrichstadt für alle" ist nicht gegen ein Stadtteilzentrum - im Gegenteil, es soll nur bitte städtebaulich, sozial, wirtschaftlich und bezogen auf die Wohnqualität im Stadtteil nicht zu enormen Verwerfungen führen. Auch hier eine Parallele: "Königsbrücker muss leben!" ist nicht gegen, sondern vielmehr für ein rasche Sanierung der Königsbrücker Straße weitestgehend im Bestand. So schnell wie möglich. Aber bitte nicht, ohne die Menschen vor Ort zu beteiligen, und auch bitte nicht, ohne deren Bedürfnisse an Platz, Sicherheit und Lebensqualität zu berücksichtigen.
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Bei der Ausbauvariante, die der Neustadt derzeit droht, wird der Straßenzug erheblich verbreitert. In der öffentlichen Diskussion um diesen Ausbau dominiert zurzeit das Thema Förderfähigkeit - und damit verbunden die Aussage, Dresden könne ohne Förderung die Aufgabe nicht alleine stemmen. Zwar ist Förderung toll, aber 35.000.000 Euro minus 10.000.000 Euro macht immer noch 25 000.000 Euro für 1,5 km Straße. Das ist immer noch ganz schön viel!
Warum die Baukosten so hoch angesetzt werden, und warum ein Bau weitestgehend im Bestand erheblich billiger sein könnte, erhellt jetzt ein Dokument der Stadt, das zwar aus den Planungen von 2000 stammt, aber aktueller kaum sein könnte. Demnach muss bei einer erheblichen Verbreiterung der Straße ein großer Teil der Leitungen und der Medien auf dem gesamten Straßenzug neu verlegt werden. Dies betrifft nicht nur den alten Abwasserkanal unter der Straße, sondern auch die Leitungen von Strom, Gas, Wasser und Telekom. Aufwendige Umbauten der Medienführung sind die Folge.
Königsbrücker muss leben! fordert, dass eine Sanierung weitestgehend im Bestand jedenfalls umfassend geprüft wird. Dabei sollten insbesondere die realistischen Baukosten dieser schlanken und stadtteilverträglichen Bauweise ermittelt werden. Die Ergebnisse der Prüfung (Kosten, Bauzeit, Baumbestand, Parkplätze, Gehwegbreiten, Wertverlust) sollten dann denen eines überbreiten Ausbaus gegenübergestellt werden.
Wir sind überzeugt, dass eine Sanierung weitestgehend im Bestand nicht nur besser, sondern, insbesondere wegen der wegfallenden Kosten für die kostenintensive Verlegung der Medien, auch weitaus billiger wäre.
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Die Dresdner Morgenpost berichtete am 30.08.2011 von einer neuen Verkehrsstudie für die Stadt Dresden. Die "Studie Verkehrsentwicklungsplan 2025 plus", von der Stadt Dresden selbst in Auftrag gegeben, und erstellt von dem Dresdner Ingenieurbüro IVAS und der Aachener Ingenieurgruppe IVV, warne insbesondere vor einem unsensiblen Ausbau der Königsbrücker Straße. Dresdner "Großstadtstraßen" wie die Königsbrücker Straße müssten vielmehr ihr Flair behalten. Die Morgenpost dazu wörtlich: "Die Experten warnen davor, die Mischung aus Wohnen, Handel, Gewerbe und eindrucksvollen Fassaden an Magistralen zu zerstören. Sie verkörpern das 'urbane Image als Großstadt'. Für die städtische Identität von höchster Bedeutung seien deshalb Königsbrücker, Kesselsdorfer, Bautzner, Leipziger, Schandauer, Großenhainer Straße sowie Körner- und Schillerplatz".
In der heutigen Ausgabe der Sächsischen Zeitung (31.08.2011) wird Bürgermeister Hilbert zitiert, die Gewebetreibenden an der Königsbrücker Straße hätten sich für eine überbreite Bauvariante (Variante 6) ausgesprochen.
Hierzu erklärt Jürgen Thauer, Gewerbetreibender, Eigentümer, Vorgartenbesitzer und Initiator von "Königsbrücker muss leben!": "Diese Aussage ist schlicht gelogen! Bei einem Treffen der Gewerbetreibenden im Büro des Bürgermeisters letzte Woche habe ich unsere Position genau vorgetragen: 1.) wir fordern einen schmalen Ausbau der Königsbrücker Straße weitestgehend im Bestand, und 2.) die Betroffenen in unserem Stadtteil müssen endlich aktiv beteiligt werden. Ich habe mit allen unsere Sache unterstüztenden Gewerbetreibenden persönlich gesprochen. Alle haben mit Firmenstempel unseren Aufruf an den Bürgermeister unterschrieben und stehen voll hinter unseren Einwendungen gegen die Variante 6!
Das Gespräch endete damit, dass Herr Hilbert einverstanden war, dass das geforderte Mitspracherecht erfolgen soll. Alle weiteren Planungen zur Straße sollten mit uns im Vorfeld abgesprochen werden. Mit solchen falschen Darstellungen verhärten sich die Fronten, denn von unserer Seite wurde Kompromissbereitschaft signalisiert. Was heute in der Zeitung stand ist jetzt das glatte Hintergehen."
Es ist schon schlimm genug, dass die Grünen, die SPD und die Linke zusammen mit Teilen der Freien Bürger und der CDU versuchen, unseren schönen Stadtteil kaputt zu machen - nur um einen politischen Erfolg zu feiern. Auch ist schlimm, dass nur Parteistrategie und nicht das Lösen von Sachfragen eine Rolle zu spielen scheint. Am schlimmsten aber ist, das der Bürgermeister mit Falschaussagen die Meinung der Betroffenen öffentlich ins Gegenteil kehrt, um damit den aufkeimenden Protest mundtot zu machen.
Heute wird der Ausbau der Königsbrücker Straße im Ortsbeirat behandelt. Die FDP will vierspurig-überbreit, d.h. eine Stadtautobahn quer durch unser Viertel. Bei der CDU ist man sich nicht sicher, tendiert aber auch stark hin zur FDP. Die SPD, Die Linke und die Grünen sind für die überbreitere Ausbauvariante 6 (so genannte Hilbert-Version): 18-21m breiter Straßenzug, Halbierung der Anzahl der Parkplätze, schmale Gehwege, Vernichtung der Vorgärten, ...). Die Grünen verlangen hierzu jedoch wenigstens ein paar kosmetische Korrekturen. Einzig das kleine Bürgerbündnis stemmt sich im Ortsbeirat mit einem Vorschlag zu einem Ausbau weitestgehend im Bestand dagegen.
Aus diesem Anlass hat Jürgen Thauer, Eigentümer, Gewerbetreibender, Vorgartenbesitzer und Initiator von "Königsbrücker muss leben", einen offenen Brief an die Ortsbeiräte geschrieben:
Sehr geehrte Ortsbeirätinnen und Ortsbeiräte,
nachdem ich an zwei Ihrer Sitzungen teilgenommen habe, möchte ich mich doch nochmals an Sie persönlich wenden. Es steht natürlich außer Frage, dass die Königsbrücker Straße saniert werden muss. Leider muss ich in den vielen Gesprächen immer wieder feststellen, dass es im Grunde nicht um die Bürger und Gewerbetreibenden geht. Es wird immer die Straßenbahn erwähnt und die damit verbundenen Geldmittel. Welcher Anwohner aus dem Viertel benutzt diese Straßenbahn um in den Geschäften einkaufen zu gehen. Die Bürger, die in Klotzsche wohnen, haben ihre eigenen Geschäft vor Ort. Vielmehr ist es meine Beobachtung, dass Auswärtige die Geschäfte auf der Königsbrücker Straße besuchen, also brauchen wir die Parkplätze rechts und links.
Hier möchte ich auch Ihre Verpflichtung gegenüber der Geschichte Dresdens und im Besonderen der Neustadt ansprechen. Mit der jetzt geplanten Variante 6 wird unser Viertel jeglichem Verkehr geöffnet und automatisch zu einer Autobahn gemacht. Herr Mohaupt hat dies in einer Zusammenkunft, auch als Anwohner der Neustadt, zum Ausdruck gebracht. Ich habe in der Zwischenzeit zwei Gesprächstermine mit dem Oberbürgermeister, Herrn Hilbert, gehabt und bin doch zuversichtlicher in der Sache.
Wir Menschen sind nicht fehlerfrei, aber wenn man mal überlegt, können Fehler doch umgangen werden. Das Grüne, was beseitigt wird, brauchen wir, die Geschäfte sollen erhalten bleiben, es belebt mit unser Viertel. Die Vorgärten sollten aus geschichtlichen Gründen doch mehr gefördert werden, als Sie zu beseitigen.
Andere Städte haben ebenfalls Fehler gemacht und haben dies eingesehen. Ich füge dieser Mail ein Schriftstück bei, aus dem hervor geht, dass anderswo Vorgärten gebaut und nicht vernichtet werden.
Viele der Gewerbetreibenden und ich sind für einen stadtverträglichen Ausbau und somit für eine Sanierung im Bestand. Wir Königsbrücker leben nun seit Jahren hier, es ist ein Einvernehmen mit den Autos, Fahrradfahrern und Fußgängern. Die gegenseitige Rücksichtnahme muss gegeben sein. Eine nun fast 200 Jahre alte Straße kann nur das ermöglichen, was Ihre Breite hergibt, leider wird das immer wieder vom grünen Tisch aus verkannt. Zu den Straßenbahnhaltestellen könnte man natürlich dies wie auf der Leipziger Straße ausführen, um die gewünschte Barrierefreiheit zu schaffen, also eine leichte Erhöhung der Fahrbahn. Die Fahrradfahrer sollten mit den Fußgängern leben, denn heute geht das auch. Wir Gewerbetreibenden wünschen uns morgen eine Entscheidung zur Sanierung im Bestand, mit kleinen Änderungen, einer geringeren Verbreiterung der Fahrbahn.
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Thauer
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Die Arbeitsgruppe "Königsbrücker Straße" des Gewerbe- und Kulturverein e.V. sowie 48 (Stand 26.08.2011) an der Königsbrücker Straße ansässige Gewerbetreibende, Grundstückseigentümer und Anwohner haben sich in einer Erklärung für eine Planung der Königsbrücker weitestgehend im Bestand ausgesprochen! Die Unterzeichner wenden sich dabei entschieden gegen Enteignungen und Zerstörung der historischen Vorgärten. Sie sprechen sich stattdessen für breite Gehwege, Pkw-Stellplätze und damit den "Erhalt der Königsbrücker Straße als wesentlicher Teil eines urbanen Stadtteilzentrums und als lebendige Geschäfts- und Wohnstraße" aus.
Zwar schließt die Erklärung nicht aus, dass auch eine modifizierte Fassung der aktuellen Planungen (Variante 6) dieses Ziel erreichen könnte. Die Stadt müsse aber vor einem Beschluss im Stadtrat erklären, wie Ersatz für die wegfallenden Parkplätze geschaffen werde. Nur unter der Bedingung, dass großkronige Bäume gepflanzt, und Schwerlastverkehr in angrenzenden Stadtvierteln vermieden wird, könne nach Meinung der Arbeitsgruppe "Königsbrücker Straße" die Planung von Bürgermeister Hilbert (Variante 6) eventuell akzeptabel sein.
Unabdingbar ist jedoch für die Unterzeichner der Erklärung, dass ebenfalls - wie von "Königsbücker muss leben!" gefordert - eine Planung weitestgehend im Bestand durchgeführt wird (Barrierefreiheit und Sicherheit herstellen, Anpassung der DVB-Spuren an aktuelle Normabstände, dabei aber weitestgehende Beibehaltung der heutigen Gesamtfahrbahnbreite und Herstellung großzügiger Randzonen zur urbanen Mischnutzung).
Weiter fordert die Erklärung, dass für beide Planungsvarianten eine vergleichende, quantitative sozioökonomische Bewertung vorgenommen wird. Hierbei sollten u.a. die Baukosten, die Menge an zu erwartenden Fördergeldern, die Zahl der Kfz- und Rad-Abstellmöglichkeiten, der Baumbestand, die Fläche der Enteignungen, die Gehwegbreiten, die Belange des Anlieferverkehrs, die verkehrliche Verbesserung für Kfz/DVB/Radfahrer/Fußgänger sowie die zu erwartenden Veränderungen der Immobilienwerte als Entscheidungskriterien herangezogen werden.
Und schließlich wird gefordert, dass in dem sich dann anschließen Entscheidungsprozess die betroffenen Bürger in einer transparenten Art und Weise aktiv mit einbezogen werden.
Die Forderung nach Bürgerbeteiligung ist vollkommen in Übereinstimmung mit "Königsbrücker muss leben!": nur wenn die betroffenen Menschen miteinbezogen werden, wird es auch zu einer von einer breiten Mehrheit akzeptierten Lösung, einem einfachen Planfeststellungsverfahren ohne tausende Einwände und zu einem zügigen Baubeginn kommen.
Auf der Königsbrücker muss endlich was passieren!
Wir helfen da gerne mit.
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Die Grünen veranstalten morgen (26.08.2011, ab 19:00 Uhr) in der Schauburg eine Infoveranstaltung zum Ausbau der Königsbrücker Straße. Löblich ist, dass sie überhaupt etwas in Richtung Öffentlichkeitsinformation machen. Da kommt von den anderen Stadtratsfraktionen momentan wenig bis nichts.
Aber Achtung: die Grünen sind offiziell für die Hilbert'sche "Variante 6" mit all ihren negativen Auswirkungen. Im Gegensatz zu anderen Fraktionen fordern die Grünen jedoch ein paar Änderungen (s. Positionspapier). Die bringen zwar, insbesondere für den Bauabschnitt Albertplatz bis Bischofsweg, keinerlei Verbesserung - der Hilbertschen Ausbauvariante aber wenigsten ein bisschen entgegen zu treten, ist zumindest schon mal ein erster Ansatz.
Auch wenn wir für eine Sanierung der Königsbrücker Straße weitestgehend im Bestand eintreten, rufen wir an dieser Stelle alle auf, zu dieser Infoveranstaltung zu gehen. Diskussion ist immer besser als Schweigen. Und man kann dort Fragen stellen wie:
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Pläne sind ja gut, um zu bauen. Aber, um sich wirklich bildlich vorstellen zu können, wie es später einmal aussehen wird, braucht man ein bildhaftes Beispiel. Wie dieses Bild, zum Beispiel. An der DVB-Haltestelle Bischofsweg wird der Gehweg 2 Meter schmaler. Jeder, der heute schon versucht, zu Fuß, mit einem Fahrrad oder einem Kinderwagen diese Stelle zu passieren, weiß, dass es heute schon sehr eng ist.
Aber nach dem überbreiten Ausbau rückt das Wartehäuschen 2 Meter nach hinten, die DVB-Oberleitungsmasten müssen natürlich auch irgendwo hin - und wo dann die Auslagen der Einzelhändler und die Tische und Stühle des Cafe Europa stehen sollen ... ?
Und hier noch Links zu weiteren Bildern (Bild1, Bild2 Bild3 , Bild4 , Bild5 , Bild6 , Bild7 ). Schaurig!
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In der öffentlichen Diskussion um den Ausbau der Königsbrücker Straße werden mit dem Argument der Nicht-Förderfähigkeit bzw. der Förderfähigkeit regelmäßig bestimmte Bauvarianten abgelehnt bzw. als zwingend notwendig dargestellt. Erklärend hierzu im Folgenden drei zentrale Punkte aus der Richtlinie des Sächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr für die Förderung von Straßenvorhaben kommunaler Baulastträger, RL-KStB:
Die geplante Hilbert-Ausbauvariante (Variante 6) kostet 32.000.000 Euro. Und das ist, was heute veranschlagt ist. Die von Teilen der CDU und der FDP befürwortete noch breitere Ausbauvariante würde 35.000.000 Euro kosten. Über 30 Millionen für 1.5 km Straße? Das dürfte wohl kaum "dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit" entsprechen! Eine Sanierung weitestgehend im Bestand würde weit kostengünstiger sein (keine Enteignung, keine Neuverlegung aller Medienleitungen, weniger Neupflanzungen von Bäumen, weniger Lärmschutzmaßnahmen). Und daher ist auch eine solche Sanierung grundsätzlich förderfähig.
Und da die Planungen der Hilbert-Variante im Wesentlichen aus den Jahren 2003/2006 stammen - die heute gültige Baurichtlinie RASt06 aber erst im Sommer 2007 offiziell in Kraft getreten ist - stellt sich die Frage, ob denn diese Planungen überhaupt nach den heutigen Richtlinien (RASt06) "bau- und verkehrstechnisch einwandfrei" sind. Nach der RASt06 könnte eine Straße mit der Verkehrsbelegung der Königsbrücker Straße wohl sogar einstreifig in jede Fahrtrichtung (Bahn und Kfz zusammen) gebaut werden. Dies wäre mit vielleicht 6,50 Meter Straßenbreite dann doch etwas schmal - aber wenn 6.50 Meter der Richtlinie nach reichen - warum dann 20 Meter breit bauen??
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Am 30.08.2011 ist die Königsbrücker Straße wieder Thema im Neustädter Ortsbeirat. Und momentan sieht es scheinbar schlecht aus, die veralteten und überdimensionierten Ausbaupläne noch in etwas wirklich Stadtteilverträgliches zu ändern.
SPD und die Linke sind "für Deckel drauf und gut ist", will heißen: einfach irgendwas beschließen und das Thema für beendet erklären. Auch Teile der (Neustadt-) CDU sehen das so. Die FDP hat zwar einen Plan zur Sanierung im Bestand vorgelegt; dies könnte aber eine Mogelpackung sein, da die FDP ja eigentlich noch breiter (!) bauen will.
Blieben da noch die Grünen. Aber die sind momentan auch noch für die Hilbertsche 20-Meter-Breite-Ausbauvariante ohne irgendeinen Parkplatz und ohne irgendeinen alten Baum nördlich des Bischofswegs! Allerdings haben sie in einem Positionspapier erklärt, sich nicht prinzipiell gegen Alternativplanungen "weitestgehend im Bestand" zu stellen. Das ist doch schon mal was.
Jetzt muss nur der öffentliche Druck noch weiter steigen, damit die Grünen auch Wort halten und die einen oder anderen auch zum Umdenken kommen. Es ist also alles andere als zu spät - hier geht noch was! - bitte erhebt Eure Stimme und unterschreibt die Onlinepetition!
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Heute hat, neben unserer Unterschriftensammlung im Internet, auch unsere offizielle analoge Unterschriftenaktion auf der Königsbrücker begonnen. Sie ist speziell an die hier lebenden Menschen der Neustadt und die Nutzer der Königsbrücker Straße gerichtet. Zurzeit liegen die Unterschriftenlisten bei einigen Gewerbetreibenden aus. In den kommenden Tagen werden noch mehr Auslagestellen hinzukommen.
Der Text der Unterschriftenliste ist so gehalten, dass er als ein starkes Eintreten für eine wirklich stadtteilverträgliche Sanierung verstanden werden muss. Diese - Eure - Meinung soll der Politik und der Verwaltung ein deutliches und basisdemokratisches Zeichen sein. Zum anderen kann Eure Unterschrift aber auch formal in einem möglichen Planfeststellungsverfahren als Eingabe verwendet werden. Sollte der Stadtrat bald doch eine der überdimensionierten Varianten beschließen, könnten die Listen zu einem sehr wichtigen Trumpf werden, um das Schlimmste nochmal abwenden zu können.
Wenn Ihr also auf der Königsbrücker in den nächsten Tagen Eure Augen aufhaltet, könnt Ihr dort unterschreiben. Oder aber, ihr könnt die Unterschriftenliste auch runterladen und mit Familie, Freunden und Arbeitskollegen ausfüllen. Die unterschriebenen Listen dann bitte bei Jürger Thauer, Königsbrücker Straße 11, in den Briefkasten werfen.
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Die hier gezeigte Abbildung ist direkt von den Internetseiten der Neustadtgrünen gezogen (www.neustadtgruene.de/images/stories/Verkehr/Koeni/dresdenbanner_Knigsbrcker_Neustadt.jpg). Der Web-Designer hat sich bestimmt etwas dabei gedacht: viele alte Bäume, ausreichend Parkplätze, eine wenig befahrene Straße und ausreichend Platz zu beiden Seiten für alle. Und dann noch ein eingängiger und markanter Spruch: "Wir wohnen hier - stadtteilverträglich sanieren".
Ziemlich professionell gemacht, wenn da nicht einen Haken wäre: Die Grünen sind offiziell für die Hilbertsche "Variante 6". Und wie diese Planung dann nach Fertigstellung des Ausbaus wirklich aussehen würde, sehen wir hier im Vergleich zum heutigen Bestand:
Die eingezeichneten magentafarbenen Linien im Bild oben verdeutlichen den Verlauf des Straßenzugs nach dem Ausbau. Im unteren Teil der Abbildung ist ein Querschnitt der Straße gezeigt, so wie er auf den völlig überdimensionierten Ausbauplänen vorgesehen ist.
In Worten: Es bleibt keiner der historischen Bäume stehen. Alle Parkplätze von Paulstraße bis hoch zur Stauffenbergallee verschwinden. Niemand kann mehr links in seine Einfahrt oder Zubringerstraße ein- oder ausfahren. Es wird extrem gefährlich, zu Fuß oder mit dem Fahrrad (Kinder!) die Straße zu überqueren. Und als ob das nicht genug wäre, wird stadtauswärts ein Links-Abbiege-Verbot am Bischofsweg verhängt - dieser Verkehr soll dann u.a. durch das Hechtviertel abgeleitet werden.
Es gibt selbst in der kommerziellen Werbung selten Beispiele, bei denen Werbebild und Realität dermaßen krass voneinander abweichen. Dies ist in der Tat ein ziemlich hoher Gipfel der Dreistigkeit.
Allerdings haben die Grünen wenigstens ein Positionspapier erarbeitet, in dem sie (kleinere) Änderungen an den Plänen fordern. SPD, Linke und Teile der CDU sind hingegen für ein rasches Abnicken dieser Monster-Ausbauvariante im Ortsbeirat und im Stadtrat. Die wollen das Thema beenden und der verbreiterten Fassung der veralteten Bauplänen von 2003/2006 zustimmen. Wo die Menschen dann Parken, Gehen, ihr Fahrrad abstellen und auf die Bahn warten sollen erschließt sich dabei nicht. Aber es geht noch viel schlimmer: der Rest der CDU und die FDP wollen noch breiter bauen.
Was aber keine der Parteien den Menschen wirklich erklärt, ist, dass auch die Hilbertschen Pläne für den Bereich Albertplatz bis Bischofsweg schrecklich sind. Hier hier findet man die (kommentierten) Baupläne.
Es ist also mehr als fünf vor zwölf für unsere Königsbrücker. Wenn es aber die Politik nicht schafft, in zwei Jahrzehnten eine wirklich stadtteilverträgliche Sanierung der Königsbrücker Straße zustande zu bekommen - dann müssen es jetzt die Menschen, die wirklich hier wohnen, arbeiten, ausgehen und leben, angehen.
Niemand braucht so eine Asphaltwüste. Das muss in die Köpfe der Stadtratsfraktionen irgendwie reingebracht werden.
Lasst uns alle daran arbeiten!
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Heute, am 08. August 2011 erblickt die Seite "Königsbrücker muss leben!" das Licht der virtuellen Welt. Grund: nach der Sommerpause rückt das Thema Königsbrücker Straße wieder auf die Tagesordnung im Neustädter Ortsbeirat und im Stadtrat. Und was da beschlossen werden soll, wäre alles andere als "stadtteilverträglich" und würde einschneidende negative Veränderungen für die Neustadt bringen!
Damit dies noch abgewendet werden kann, und die Straße schnell, aber vernünftig, saniert werden kann - dafür soll diese Seite einen Beitrag leisten. Wir müssen viele sein, wenn wir was bewegen wollen.
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