So wird es nach den voll vierspurigen Ausbauplänen der Variante 7 auf der Königsbrücker Straße bald sein. Der heutige Baum befindet sich in der Mitte der Straße. Fußgänger, Kinder auf ihren Rädern, Kinderwagen, Rollstühle, Anlieferer ... alles drängt sich auf extrem schmalen Fußwegen um Auslagen, Café-Stühle, DVB-Masten, Wartehäuschen. Die Zahl Autoparkplätze wird mehr als halbiert.

Helft mit, das zu verhindern!

Königsbrücker muss leben!
Diskussion zur Königsbrücker Straße im Projekttheater - Stadträte Lichdi und Schulte-Wissermann ringen um beste Varianten
23.05.2016 15:22:06

Im Juni wird im Ortsbeirat und im Stadtrat wohl eine Entscheidung zur Königsbrücker gefällt - zum ersten mal in der Geschichte der Königsbrücker gibt es dabei auch eine echte Wahl zwischen verschiedenen Alternativen: schmal, mittel, breit. Die Ergebnisse der Variantenabwägung haben dabei eindeutig ergeben, dass eine breite, vierspurige Königsbrücker keine Vorteile und nur Nachteile hat: Verkehrlich nicht besser, städtebaulich ein Desaster. Es bleiben nun die durchgehend zweispurige Variante 8.4, für die wir eintreten, sowie eine Mischvariante 8.7, welche im Kerngebiet schmal ist, aber nördlich Bischofsweg und südlich der Post mit einem eigenen Gleisbett der Bahn so breit wie ein vierspuriger Ausbau wäre.

Um jetzt die beste Variante zu finden, wird Stadtrat Johannes Lichdi (Grüne) als Advokat der v8.7 mit Stadtrat Martin Schulte-Wissermann (Piraten, Fraktion DieLinke) als Anwalt der v8.4 einen öffentlichen Argumentenaustausch durchführen.

26. Mai, 20:00 Uhr, Projekttheater, keine Moderation, Publikumsfragen sehr erwünscht

In der Pressemitteilung zum Event heißt es:

Johannes Lichdi: "Die Entwicklung der 8er Varianten ist ein Riesenerfolg, denn sie enthalten im urbanen Bereich zwischen Katharinenstraße und Paulstraße eine wesentlich schmalere und stadtteilverträglichere Straße als alle Varianten bisher. Wir dürfen aber auch nicht die Straßenbahn auf dieser zentralen Nord-Süd-Achse benachteiligen. Deshalb bin ich für die Kompromissvariante 8.7."

Dr. Martin Schulte-Wissermann: "Die Variante 8.4 ist das Beste, was jemals für die Königsbrücker zur Auswahl stand. Ich möchte mit den Menschen gerne diskutieren, wie man sie noch besser machen kann."

Schulte-Wissermann ist auch Pressesprecher der Bürgerinitiative, und daher natürlich ausgesprochen eng mit der Königsbrücker verknüpft.

Stadt gibt Untersuchungsergebnisse frei
17.05.2016 23:19:57

Die Stadt hat nun ihre Zusammenfassung der Ergebnisse der Variantenuntersuchung veröffentlicht. Zwei Tage vor der Einwohnerversammlung [1] ist vielleicht etwas knapp, aber immerhin haben jetzt alle die Infos [2]. Das war früher ganz anders.

Insgesamt ist die Abwägung recht fair ... man merkt aber deutlich, dass die Stadtverwaltung unsere favorisierte Variante 8.4 an einigen Stellen bewußt oder unbewußt schlecht darstellt. So wird z.B. der schlankesten Variante "Sicherheitsdefizite für Radfahrer und Fußgänger" attestiert ... dabei hat die 8.4 die breitesten Rad- und Gehwege, gleich viele Ampelquerungen und die schmalste Straße ohne behinderndes eigenes Gleisbett der Bahn (die man auch mal abseits der Ampeln recht einfach überqueren kann).

Nunja, der Kern der städtischen Abwägung steckt aber im Fazit: "Der Vergleich weist aus, dass Vorteile für den Städtebau und den Denkmalschutz verkehrlichen Nachteilen gegenüber stehen bzw. umgekehrt. Das ist besonders bei den Varianten 7 (verkehrliche Vorteile, städtebauliche Nachteile) und 8.4 (städtebauliche Vorteile, verkehrliche Nachteile) ausgeprägt."

Und genau darum geht es jetzt: Sind 40s Fahrzeitvorteil für Bahn und Auto in der Stoßzeit in Richtung Innenstadt und keinerlei signifikante Änderung der Fahrzeit in Richtung Norden es wert, dass man dafür eine hässliche Straße die für den Ortsteil nicht funktioniert bekommt - oder möchten wir lieber die schlankeste Straße, eine Baumallee zur Stauffenbergallee, die breitesten Rad- und Fußwege ... und auch noch Geld sparen!?

Am Donnerstag um 18:30 Uhr ist die Einwohnerversammlung zur Variantenabwägung im Romain-Rolland-Gymnasium. Wir sind mit auf dem Podium vertreten. Kommt vorbei und stellt Fragen. Der Verlauf der Versammlung kann sehr wichtig sein, denn der Stadtrat wird wahrscheinlich jetzt im Sommer entscheiden.

[1] Hier unser Facebook-Event zur Einwohnerversammlung [2] Weitere Informationen: Hintergrund, Details und Dateien
Einwohnerversammlung: Wir sind mit auf dem Podium!
14.05.2016 15:58:13

Was für eine Anerkennung! Nach fünf Jahren Mahnwachen, Flyern, Demos, Unterschriftenlisten und einer Petition mit über 10.000 Unterschriften werden wir nun endlich gehört und anerkannt.

Wie die Stadt in einer offiziellen Pressemitteilung erklärt, wird ein Vertreter unserer Bürgerinitiative mit auf dem Podium bei der Einwohnerversammlung sein. Damit werden wir endlich auch von der Verwaltung als Meinungsvertreter ernst genommen und geschätzt - und können jetzt unsere Positionen gleichberechtigt mit DVB AG und der Stadt vertreten.

Die Stadt wird zunächst die Varianten vorstellen, danach werden die DVB AG und wir unsere Positionen vortragen ... und dann wird die Diskussion für alle eröffnet.

Das wird sehr spannend - wenn wir viele sind und gute Argumente bringen, dann können wir es auch schaffen, dass die schmalste und schönste Variante umgesetzt wird: "Variante 8.4 - die wollen wir!"

Fußgänger fordern verbesserte v8.4!
13.05.2016 01:41:51

Im Wesentlichen gibt es vier Verkehrsarten in der Stadt: das Auto, den ÖPNV, das Rad und ... den Fußverkehr. Letzterer wurde in der Vergangenheit oft viel zu wenig beachtet. Dabei macht der Fußverkehr auf der Königsbrücker quantitativ den größten Anteil aus.

Dass es so viele Fußgäger gibt, ist auch ausgesprochen wüschenswert: Werden doch Einkäufe, Wege zur Schule oder zur Arbeit oder einfach der Weg zur Freizeitgestaltung ohne große Kosten und ohne die Notwendigkeit zu großen Bautätigkeiten erledigt. Jeder Weg zu Fuß ersetzt eine Fahrt!

Gerade in einem urbanen Zentrum wie der Königsbrücker Straße kommt daher der Qualität des Fußverkehrs einge große Bedeutung zu. Um diesen Standpunkt fundiert darzulegen, hat der FUSS e.V. ein detailliertes Positionspapier veröffentlicht, welches die Forderungen der Fußgänger zusammenfasst.

Die Forderungen des FUSS e.V. gehen dabei deutlich über die schmalste Variante 8.4 hinaus. So wird z.B. eine weitere Verschlankung der Fahrbahn, mehr Platz für Fußgänger durch weniger Parkplätze und eine durchgängige Tempo 30 Regelung zwischen Albertplatz und Tannenstraße gefordert.

Die Bürgerinitiative ist froh, dass endlich auch die Stimme der Fussgänger professionell vernommen wird. Alles was hilft den städtischen Verkehr (und dessen Planung) weg vom Alleinanspruch des Autos zu bringen kann nur unsere maximale Unterstützung erfahren.

Endlich: Einwohnerversammlung am 19. Mai!
11.05.2016 02:26:26

koeniquerschnitt

Die Stadt hat erstmals drei verschiedene Varianten zur Königsbrücker im Detail untersucht. Im Angebot sind nun eine "schmale" (v8.4), eine "mittlere" (v8.7) und und eine "breite" (v7) Variante. Die breite v7 hat sich bei der Untersuchung als absoluter Verlierer herausgestellt. Wir treten natürlich für die stadtteilverträglichste Variante, die schmale v8.4, ein.

Die offizielle Einwohnerversammlung der Stadt zu den Ergebnissen des Variantenvergleichs wird am 19. Mai im Romain-Rolland-Gymnasium abgehalten (18:30 Uhr). Auf die Ergebnisse und deren Vorstellung arbeiten wir schon seit Jahren hin - es wird daher wichtig sein, dass dann auch viele Menschen dann da hingehen. Jetzt sind wir alle gefragt ...

... denn die Kompromissvariante 8.7 liegt in politischen Kreisen nach unseren Infos momentan meilenweit vorne. Diese Variante ist zwar zwischen Louisenstraße und Bischofsweg schön - aber außerhalb dessen de facto eine vierspurige Trennschneise.

Wir kennen aber diese Situation, denn wir standen schon sehr oft bereits mit dem Rücken hinter der Wand - nur um uns alle in letzter Sekunde doch noch wieder zu befreien.

Wichtig hierbei war immer das Engagement von vielen Menschen. So wie 2011 und 2014 als wir alle zusammen (Demos, Einwohnerversammlung) den dezenten Unterschied gemacht haben. Sich Einbringen kann also wirklich was verändern.

Daher: Informiert euch [1], kommt zu unserem Info-Mahnwachenstand am Freitag an der Schauburg - und kommt zahlreich am 19. Mai zur Versammlung. Der Bau-Bürgermeister, die Stadtpolitik sowie die Presse sind auch da - wenn dann viele die richtigen Argumente vorbringen, dann haben wir eine realistische Chance!

Der Stadtrat wird im Sommer entscheiden - die dann ausgewählte Variante wird dann auch sehr wahrscheinlich gebaut werden - kommt vorbei und macht den Unterschied.

[1] Die Pläne und viele Infos zu den Varianten findet ihr hier: http://koenigsbruecker-muss-leben.de/details.php

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